Detective Dee und der Fluch des Seeungeheuers (Filmkritik)

Ein Seeungeheuer zerstört eine chinesische Flotte. Um es zu besänftigen soll eine Kortisane geopfert werden. In der gleichen Zeit trifft der junge Di Renjie in der Stadt ein, um am obersten Gericht zu arbeiten. Und so kommt er Agent Yuchi Zhenjin in die Quere, der von der Frau des Kaisers Wu Zetian beauftrag wurde, den Fall mit dem Seeungeheuer zu untersuchen.

Dee kommt einigen zwielichtigen Gestalten auf die Schliche, die die Kortisane entführen wollen. Als er beim Wassertempel eintrifft um die Entführer zu stoppen, taucht ein Monster auf, und nimmt die junge Frau mit. Dee kann sie noch retten ,wird aber von Yuchi verhaftet. Mithilfe eines junge Arztgehilfen entkommt er und es soll sich herausstellen, dass das Monster ein Mensch war, der durch Parasiten transformiert wurde.

Die Zeit drängt, denn der gesamte Hof wurde durch Parasiten im Tee vergiftet. So müssen Dee und Yuchi zusammenarbeiten, ein Heilmittel finden und die Täter zur Rechenschaft ziehen. Und dann ist da noch das Seeungeheuer….

Kritik:

Tsui Hark bedauerte beim ersten Teil wenig über Dees Vorgeschichte erzählt zu haben, so siedelt er den Film 30 Jahr vor dem ersten Teil an und tauscht den Hauptdarsteller durch einen jüngeren (Mark Chao) aus. Der bringt etwas weniger Schauspielerfahrung, aber dafür frischen Wind und etwas Humor mit. Das Zusammenspiel der drei Hauptdarsteller ist durchaus gelungen, sie hatten wirklich viel Spaß beim Dreh. Gelegentlich erinnert der Humor im Film an alte Eastern.

Nicht eingestaubt sind natürlich die wieder sehr gut choreographierten Kämpfe und Actionszenen. Da gelingt Tsui Hark eine Steigerung im Vergleich zum Vorgänger. Gleich zu Beginn versenkt er im aufwändigen CGI eine chinesische Flotte. Das Seeungeheuer dürfen wir dann im Finale bestaunen. Die Material Arts Kämpfe sind nicht zu übertrieben und passen gut in den Film.

Mit 3D dürfte Hark noch nicht viel Erfahrung gesammelt haben, so unterliegt er der Verlockung gelegentlich Gegenstände in Richtung Zuschauer zu werfen. Auch setzt er manchmal Computergrafiken ein, so zeigt er zum Beispiel den Grundriss des Tempels, oder welche Waffen Attentäter versteckt haben. Das hätte er sich sparen können. Auch fährt er manchmal bei Kämpfen den Film in die Zeitlupe. Hat wohl Matrix geschaut.

Die Ausstattung ist abermals Topp. So entstand eine authentisch wirkende mittelalterliche Stadt,  wie auch der Palast für den Film. Kostüme sind zeitgemäß, bei den Waffen übertreibt Hark diesmal ein Wenig. Wurfscheiben, die Klingen ausfahren wirken zwar cool, gab es damals aber nicht.

Die Charaktere sind gut gewählt und abwechslungsreich. Auf Dee und den Verwandelten wird etwas mehr eingegangen, die anderen spielen ihre Rolle, dürfen sich aber nicht entwickeln. Die Frau des Kaisers wird von der gleichen Darstellerin gespielt, wirkt hier aber die meiste Zeit relativ unsympathisch.

Fazit:

Die Idee mit der Vorgeschichte ist nicht schlecht, der Darstellerwechsel war daher ein logischer Schritt. Mark Chao macht seine Sache recht gut. Dennoch kommt die Atmosphäre des Films nicht an den ersten Teil ran, vielleicht liegt das auch an den übertriebenen Stilelementen bei der Action

3/5

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