Dracula Untold (Filmkritik)

Transsylvanien Mitte des 15. Jahrhunderts. Vlad III Dracul (Sohn des Drachen) wird von seinem Vater als Faustpfand den Türken übergeben, wo er mit weiteren 1000 Jünglingen zu einem brutalen und rücksichtslosen Krieger trainiert wird. Folter und Misshandlung lassen den jungen Vlad schließlich zu dem werden, was ihm bis heute den Platz in den Geschichtsbüchern beschert hat: Vlad Tepes, dem Pfähler.

Jahre später kehrt Vlad in seine Heimat zurück um sein Volk zu regieren. Seine Frau, die ihn unendlich liebt und sein Sohn lassen das Monster, das er einst war vergessen. Vlad entrichtet an den Sultan Mehmed jährlich einen Tribut, damit sein Volk in Sicherheit leben kann. Doch diesmal fordert der Sultan 1000 Jünglinge und Vlads Sohn, um sie zu Soldaten auszubilden. Einem riesigen Heer gegenüberstehend sieht Vlad nur eine einzige Möglichkeit seine Familie und sein Volk zu retten, er muss wieder zum Monster werden…

Kritik:

Soviel zur Geschichte, der Rest ist Fiktion. Jeder Horrorfan sollte mal Bram Stokers Dracula gelesen haben, oder zumindest mal den Film gesehen haben. Dracula Untold erzählt die Geschichte lange bevor Stokers Erzählung beginnt. Fürst Vlad besteigt das Reißzahngebirge und bittet den dorthin verbannten Vampir um Stärke für die Rettung seiner Liebsten und seines Volkes. Was auch schon die mitunter spannendste Episode des Films ist. Das Set in der Höhle ist schön düster und Charles Dance kommt als der Unendlichkeit entfliehen wollender Vampir schön düster rüber. Dracula hat nun drei Tage Zeit, um der Versuchung menschliches Blut zu trinken zu widerstehen und sein Volk zu retten.

Alle Wesen der Nacht sind ihm Untertan und Vlad nutzt seine neue Kraft auch gleich um gegen die Türken zu kämpfen. Die Effekte sind dabei recht gut in Szene gesetzt, teilweise ist die Kamera etwas hektisch im Kampfgeschehen. Die Tötungen wirken realistisch, zum Glück wurde daraus kein Blutbad gemacht. Umso cooler sind dann die Angriffe mit der Fledermausarmee, CGI technisch nahezu perfekt in Szene gesetzt, mit stimmiger Musik untermalt, hat diese Schlacht schon fast epische Ausmaße, verliert sich aber dann in sich selbst, um einen wichtigen Handlungsverlauf einzuleiten.

Das Tempo der Kämpfe, wie auch des ganzen Films ist recht hoch gehalten, Längen gibt es gar keine, doch bleibt genug Zeit um auch die einfühlsame, liebende Seite von Fürst Dracul zu zeigen. Seine Beweggründe zu verdeutlichen, was ihn dazu bringt, sich dem Teufel zu verkaufen. Ihm zur Seite steht eine charismatische und starke Frau, die sich nicht von ihm abwendet, als er zum Monster wird und ihn sogar vor dem verängstigen und aufgebrachten Volk schützt. Darstellerisch können Luke Evans und Sarah Gadon durchaus überzeugen.

Die Sets sind stimmig und atmosphärisch gut gewählt, und passen gut zum Handlungsverlauf. So beginnt die Reise in Draculs Burg, offenes, weites Feld, leicht verwundbar. Geht weiter in einen dunklen Wald, wo Geheimnisse im Verborgenen bleiben sollten aber doch erahnt werden. Und schließlich bringt Dracul seine Familie und sein Volk auf den Gipfel eines Berges in ein Kloster, wo er sich selbst an Gott wendet und um Hilfe bittet, während das drohende Unheil immer näher kommt.

Fazit:

Der Showdown kommt natürlich ohne Umschweife und geht genauso temporeich zu Ende. Dann wirds nochmal cool, aber mehr möchte ich nicht verraten, das hat Stoker für mich schon erledigt, Vlad wird Dracula, Sohn des Teufels…

4/5

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