Devilman (Filmkritik)

Der Waisenjunge Akira wächst bei seinen Adoptiveltern auf. Er ist für die beiden wie ihr eigener Sohn. Im Laufe der Zeit verliebt er sich in deren Tochter, Miki. Sein bester Freund Ryo war schon immer etwas seltsam. Dennoch beschützt er Akira vor allem Unheil, auch vor Pausenhofprügelein. Einmal hat er Akiras Peiniger sogar mal mit einer Gartenschere die Finger abgeschnitten.

An Akiras 18. Geburtstag führt Ryo ihn zum Ferienhaus seines Vaters, der als Arktisforscher in den Untiefen des ewigen Eises Dämonen entfesselt hat. Ein Dämon ergreift von Akira Besitz. Doch dieser kann seine Menschlichkeit bewahren und wird fortan zu „Devilman“. Akria setzt sich das Ziel, die Menschheit vor den Dämonen zu beschützen.

Ryo offenbart seinem Freund, dass auch er selbst schon lange kein Mensch mehr ist. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Dämonen kommen an die Oberfläche. Die Angst der Menschen schürt ihren Hass auf alles und jeden, der anders ist. Und so machen sie Jagd auf die Dämonen. Es artet so sehr aus, dass jeder, der von der Norm abweicht, als Dämon verfolgt wird. Auch die Staaten beschuldigen sich gegenseitig und der Krieg beginnt.

Akira trägt nun eine schwere Bürde auf seinen Schultern. Er muss seine Geliebte, Miki, beschützen und nebenbei auch noch die gesamte Menschheit retten. Wird es ihm gelingen??? Und was hat der zwielichtige Ryo mit der ganzen Sache zu tun???

Kritik:

Devilman ist eine Mangaverfilmung. Das Comic „Devilman“ revolutionierte anno 1972 die Mangaindustrie aufgrund seiner Brutalität und Gewaltdarstellung. Um das Comichafte beizubehalten wurden die Dämonenkämpfe komplett im Computer erschaffen. Die Animation ist flüssig. Auch die Übergänge vom Schauspieler bis zum fertigen Dämon sind gut gelungen. Es gibt auch eine Zwischenstufe, wo noch die gute alte Gummimaskierung zum Einsatz kommt. Der Film bietet auch einige blutige Einschüsse und dergleichen.

Als Schauspieler wurden größtenteils Models gecastet. Dementsprechende agieren die Jungstars auch. Einzig der Akira Darsteller sticht mit seiner gut gespielten Dramatik hervor. Manche Dialoge im Film wirken recht hölzern und stümperhaft. Kann aber auch an der Synchro liegen.

Die Atmosphäre entwickelt sich perfekt mit dem Film mit. Anfangs ist noch alles heiter. Gegen Ende wird’s richtig düster. Die Welt liegt in Trümmern. Doch das Interessante an diesem Film ist die Sozialkritik, mit Seitenhieben auf die Vergangenheit und auch auf die Gegenwart. So wird gut dargestellt, wie die Angst die Menschen in die Gewalt treibt. Es entsteht eine richtige Hexenjagd wie in Zeiten der Inquisition. Jemand wird als Dämon beschuldigt, und prompt verhaftet. Es regieren Zustände wie im 3. Reich. Dämonen werden verfolgt und getötet. Es werden die Häuser, wo zu Dämonen gewordene Menschen leben, oder versteckt wurden, markiert.

Auch zur heutigen Zeit ist die Thematik aktueller denn je. Die Menschen bringen sich gegenseitig um, weil sie verschieden sind. Wie im Film die Menschen gegen die Dämonen kämpfen, bekriegen sich hier Völker aus eigentlich immer den gleichen Gründen. Andere Rasse, andere Religion, usw. Näher will ich darauf nicht eingehen, denn das würde zu sehr ausarten.

Fazit:

Eine durchschnittliche Comicverfilmung mit einem Hauch Sozialkritik, bemühten Jungschauspielern, gut inszenierten Computereffekten, und einem unerwartetem Ende.

4/5

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