… denn sie wissen nicht, was sie tun (Filmkritik)

Jim (James Dean) ist gerade erst mit seinen Eltern in eine neue Stadt gezogen, da wird er schon mitten in der Nacht komplett betrunken aufs Polizeirevier gebracht. Er leidet unter der Hysterie seiner Mutter und der Großmutter. Jim möchte seinen Vater als Vorbild haben, doch dieser ist nur eine armselige Lusche, ohne eigene Meinung. Er kann Jim nicht mal einen guten Rat geben.

Am nächsten Morgen soll Jim sich in der Schule einschreiben. Am Schulweg trifft er auf Judie, die auch unter ihren Eltern leidet. Sie möchte von ihrem Vater geliebt werden, doch der wendet sich strikt von ihr ab. Jim ist an seiner neuen Schule der Außenseiter. Einzig der psychisch labile Junge Plato freundet sich mit ihm an. Plato, dessen Eltern ihn alleine zurückgelassen haben, himmelt Jim an. Er sieht in ihm eine Art Vaterfigur.

Bei einem Schulausflug bekommt Jim Ärger mit der heimischen Jugendgang und deren Anführer Buzz. Dieser will, dass Jim sich beweist. Nur so kann er ihn akzeptieren. Jim möchte anfangs jedem Ärger aus dem Weg gehen, doch als Buzz ihn einen Hasenfuß nennt, trifft er Jims wunden Punkt. So willigt er ein, ein Hasenfußrennen zu veranstalten. Dazu fahren beide mit dem Auto auf eine Klippe zu, und wer als erster raus springt, hat verloren. Dabei stürzt Buzz mit seinem Wagen den Abhang hinunter.

Jim sucht bei seinen Eltern Rat. Er meint, dass er für seine Fehler einstehen muss, und will zur Polizei gehen. Seine Mutter ist strikt dagegen, und sein Vater kann ihm auch nicht sagen, was er tun soll. Nach einem heftigen Streit macht sich der Junge auf den Weg zum Posten. Die Freunde von Buzz sehen Jim zur Polizei gehen, und glauben, er will sie verpfeifen. Somit machen sie Jagd auf ihn. Jim versteckt sich mit Judie und Plato in einer verlassenen Villa. Buzz’s Freunde sind noch immer hinter ihnen her. Und Plato hat einen Revolver mit. Es kommt zum dramatischen Showdown…

Kritik:

Der Umstand, dass Eltern ihre Kinder nicht verstehen, und Kinder ihre Eltern nicht, war schon immer aktuell. In diesem Film, aus den 50er Jahren, wird das Thema recht gut aufgearbeitet. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei natürlich auf den Jugendlichen, die sich von den Eltern missverstanden fühlen. Die Eltern werden als komplette Ignoranten dargestellt.

Außerdem spricht der Film das Thema Ehre und Gruppenzwang an. Jim nimmt an den Rennen nur teil, um den anderen zu beweisen, dass er kein Feigling ist, auch wenn er sich der Gefahr voll und ganz bewusst ist. Buzz würde Jim nie als Menschen akzeptieren, wenn er nicht gegen ihn antreten würde. Er kann ihn zwar leiden, kommt aber aus seiner Haut nicht raus, was ihm schließlich das Leben kostet.

Die drei Hauptdarsteller machen ihren Job wirklich gut. Besonders James Dean war ein guter Charakterdarsteller. Er bringt die Verzweiflung seiner Rolle perfekt zum Vorschein. Er ist leider viel zu früh im Drogenrausch bei einem Autounfall gestorben. (noch vor der Premiere des Films)

Die Handlung des Films teilt sich nur auf 2 Tage auf. Und selbst da gibt es einige Längen. Diese Szenen dienen eher der Charakterdarstellung und Entwicklung. Richtig spannend wird’s beim Rennen und beim Showdown. Musikalisch spielt sich in dem Film nicht allzu viel ab.

Fazit:

Diese Jugenddrama gilt heute noch als Klassiker, und ist trotz einiger Längen sehr interessant und teils schockierend. James Dean glänzt in seiner letzten Rolle.

4/5

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