Filmserie: Dance of the Demons

Lamberto Bava liefert uns hier zwei Dämonenfilme, die den Hauptfokus auf Blut und Gewalt legen. Die Charaktere sind Nebensächlich, und doch verspielt Bava viel Potential.

Interessanterweise wurden in Deutschland Teil 1 und 2 vertauscht. Umberto Lenzi lieferte einen dritten Teil nach, der handlungstechnisch gar nix mit den beiden Vorgängern zu tun hat. Daher lass ich ihn hier mal weg. Ja und so nebenbei hab ich mir den Film erspart.

Dance of the Demons (Filmkritik)

In Berlin wird ein neues Kino eröffnet: das Metropol. Ein Promoter teilt in der U-Bahn Freikaten aus, und so kommen viele Leute zur Premiere. In der Eingangshalle steht ein Motorrad, ein Samuraischwert und eine Silberne Maske, die allesamt noch eine tragende Rolle im Fortlauf des Films spielen werden.

Eine junge Frau schneidet sich an der Maske, denkt sich aber nichts dabei, und geht zu den Anderen in den Kinosaal. Wie sich herausstellt spielt auch eine ähnliche Maske in den Kinofilm mit. Parallel zum Film verwandelt sich die junge Frau in einen Dämon, verletzt ihre Freundin, und die Hölle bricht los. Verletzte verwandeln sich schließlich auch in Dämonen und lechzen nach dem Blut der Lebenden.

Die Menschen, unter ihnen zwei Freundinnen mit ihren erst im Kino kennen gelernten Freunden, versuchen zu fliehen, doch merken recht schnell, dass die Ausgänge zugemauert wurden. Es gibt kein Entrinnen, und die Dämonen werden immer mehr…

Kritik:

Lamberto Bava trat hier in die Fußstapfen seines Vaters Mario Bava, und verfilmte ein Drehbuch von Dario Argento, der den Film besser hätte selber drehen sollen.

Atmosphäre kommt in dem düsteren Kino leider nur bedingt auf. Das ständige Gekreische der Frauen vermiest die gewollte Stimmung. Dabei hatte Bava die besten Voraussetzungen. Einen verschlossenen, dunkeln Raum, ohne Fluchtmöglichkeiten. Und das Grauen, das darin auf die Opfer wartet.

Die Protagonisten stellen sich teilweise so derart dümmlich an, dass es fast schon lustig ist. Charakterentwicklung gibt es hier so gut wie gar keine. Der Schwarze, der sich als Anführer hervortun möchte, kann dieses Amt leider nicht lange ausführen. Die vier, quasi, Hauptdarsteller heben sich nicht von den Nebendarstellern ab. Zwei davon kreischen ständig und die anderen Beiden können auch nicht wirklich überzeugen. Wobei es einige interessante Charaktere gibt, die ausbaufähig gewesen wären.

Was aber wirklich gut an dem Film ist, sind die Spezialeffekte. Jeder Gorehound wird damit seine Freude haben. Die Dämonen geizen nicht mit Blut und anderen Flüssigkeiten. Körper werden auseinander gerissen, Augen raus gestochen, usw. Besonders schön sind die Verwandlungen gemacht. Die Effekte haben dem Film damals allerdings die Beschlagnahmung in Deutschland eingebracht.

Ab dem Auftauchen der Dämonen legt der Film gewaltig an Tempo zu. Leider gibt’s am Ende dann noch das ein oder andere Logikloch. Die Ausstattung ist typisch für die 80er. Was sich vor allem bei den Frisuren und der Kleidung bemerkbar macht. Auch die Musik weiß zu gefallen.

Fazit:

Ich kann “Dance of the Demons“ jedem Gorehound empfehlen. Objektiv betrachtet enttäuscht der Film aber ein wenig.

3/5

Dance of the Demons 2 (Filmkritik)

Sally feiert ihren Geburtstag in ihrer Wohnung in einem Hochhaus im 7. Stockwerk. Sie hat viele Freunde eingeladen, und die Party läuft gut. Leider kommt es zu einem kleinen Streit und Sally schließt sich in ihrem Zimmer ein. Sie dreht den Fernseher auf. Im TV läuft gerade eine Doku über die Dämonen, die das Kino in Berlin heimgesucht haben. Plötzlich steigt ein Dämon aus dem Fernseher und trachtet nach Sally, und verletzt sie.

Sally geht wieder raus zu ihren Freunden, die dabei sind, die Geburtstagstorte anzuschneiden. Während das Licht aus ist, verwandelt sich Sally in einen Dämon und beginnt, ihre Freunde anzugreifen. Und schon nimmt das Schicksal seinen Lauf. Es gibt keine Fluchtmöglichkeiten, denn die Türen sind versperrt, die Fenster aus Panzerglas. Und so fallen nach und nach auch die Bewohner der anderen Wohnungen den Dämonen zum Opfer. Nur die Mitglieder des Fitnessclubs im Erdgeschoß stellen sich den Dämonen. In der Parkgarage kommt es zum Showdown…

Kritik:

Lamberto Bava liefert hier die weniger aufregende Fortsetzung der Demons Reihe. Teil 3 (Black Zombies) durfte er dann nicht mehr drehen. Dieser wurde an Umberto Lenzi abgetreten. Bava hat aus seinen Fehlern, die er beim ersten Teil machte, leider nichts gelernt. Die Grundvoraussetzung für eine gute Atmosphäre ist auch hier vorhanden, wird aber leider wieder mal durch Gekreische und dumme Charaktere vermiest. Spannung kommt dabei so gut wie keine auf.

Die Effekte halten sich gegenüber dem Vorgänger extrem zurück. Es gibt zwar die ein oder andere gut gemachte Verwandlung, auch ein Hund darf sich verwandeln. Jedoch sind die Goreszenen, die den ersten Teil ausmachten fast komplett verschwunden.

Die Darsteller siedeln sich unterm Durchschnitt an. Einen richtigen Hauptdarsteller kann man bei dem Werk nicht ausmachen. Dazu wird keinem Charakter die notwendige Zeit gewidmet, sie können sich auch nicht entwickeln. Die Ausstattung (Kleidung und Frisuren) ist typisch für die 80er, auch die Musik weiß zu gefallen.

Fazit:

Dance of the Demons 2 kann leider nicht mal mehr mit den Gore Szenen überzeugen.

1,5/5

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