Copykill (Filmkritik)

Frau Dr. Helen Hudson (Sigourney Weaver) ist eine angesehene Profilerin, die schon so manchen Serienmörder überführt hat. Im Moment reist sie durch die USA und hält an Unis Vorträge zu ihrem Sachgebiet. Nach einem Vortrag lauert ihr auf der Toilette ein Verrückter auf, der ihr eine Schlinge um den Hals zieht, und sie anschließend langsam töten will.

13 Monate später. Helen ist noch immer traumatisiert, und traut sich nicht aus ihrem Penthaus raus. Die Wohnung wird rund um die Uhr bewacht. Inzwischen geschehen in der Stadt einige Morde, und die Polizei steht vor einem Rätsel. Detektiv MJ (Holly Hunter) und ihr junger Kollege Ruben bitten Helen um Hilfe. Sie bringen ihr einige Bilder von den Tatorten mit.

Helen lehnt zunächst die Zusammenarbeit ab, willigt aber nach einem Kreislaufzusammenbruch und eine Unterredung mit ihrem engsten Vertrauten doch ein. Als sie die Bilder betrachtet, findet sie heraus, dass der Mörder andere Serienmörder bis ins kleinste Detail imitiert. Noch dazu in der Reihenfolge, in der Helen die Täter bei ihren Vorträgen aufgezählt hat. Es soll sich herausstellen, dass sie das eigentliche Ziel des Mörder ist…

Kritik:

Dieser Psychothriller bietet eine packende und interessante Story. Die Spannung hält bis zur letzten Minute an. Nach dem ersten Spannungshöhepunkt zu Beginn des Films, bleibt etwas Zeit, die Charaktere kennen zu lernen, doch nach kurzer Zeit steigert sich die Anspannung wieder, bis zum Finale. Das Tempo wird durchgehend gehalten, es gibt keine Längen.

Die Morde geschehen größtenteils im Off. Es tut dem Film aber keinen Abbruch, denn es geht eher um die Ermittlungsarbeit nach dem Exodus der Opfer. Interessant ist vor allem, dass man erfährt, wie die echten Serienmörder gearbeitet haben, und wie sie den Tatort zurückgelassen haben.

Die Filmmusik trägt ihren Teil zur Spannung bei. Sie passt perfekt zu den gezeigten Bildern.

Der Film lässt sich auch genügend Zeit für seine Charaktere. Man lernt sie richtig kennen, und fiebert mit ihnen mit. Die Darsteller überzeugen voll und ganz in ihren Rollen. Holly Hunter gibt die junge Polizistin, die genug Willen und Überzeugungskraft aufbringt, um Helen zur Zusammenarbeit zu überzeugen, nach einer Fehlentscheidung mit fatalen Folgen aber fast das Handtuch schmeißt, dann aber doch ihr Ding durchzieht.

Sigourney Weaver aber schafft es, mit ihrer exzellenten Darstellung alle anderen unter den Tisch zu spielen. Man kauft ihr die traumatisierte Frau mit Angst vor allem, was außerhalb ihrer Wohnung ist, sofort ab. Gegen Ende des Films fasst sie ihren ganzen Mut zusammen, was einiges an Überwindung kostet, und wird wieder zu der starken Frau, die sie früher einmal war.

Fazit:

Ich kann diesen Thriller mit einer exzellenten Hauptdarstellerin jedem empfehlen, den “Das Schweigen der Lämmer“ gefallen hat.

4,5/5

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