Cop Land (Filmkritik)

Garrison ist eine kleine Vorstadt von New York, die hauptsächlich von New Yorks Polizisten bewohnt wird. Ray (Harvey Keitel) hat seinen Kollegen günstige Kredite, wahrscheinlich über die Mafia, für ihre Häuser besorgt.

Freddy (Sylvester Stallone) ist der Sheriff des Ortes. Vor Jahren hat er mal einer Frau das Leben gerettet. Seit dem ist er auf einem Ohr taub. Dadurch blieb ihm eine Karriere in der Stadt verwährt. Freddy fristet nun sein Dasein als Provinzsheriff, rettet Katzen von Bäumen und kümmert sich um verlegte Müllsäcke. Seine Motivation ist am Nullpunkt angekommen, er schlägt nur noch die Zeit tot. Und so drückt er gegenüber seinen korrupten Kollegen aus der Stadt schon mal beide Augen zu, sehr zum Missfallen seiner neuen Kollegin.

Als Rays Neffe alkoholisiert zwei Schwarze erschießt, weil er glaubt, die hätten ihn mit einer Waffe bedroht, hilft Ray ihm, seinen Tod vorzutäuschen und versteckt ihn in Freddys Kleinstadt. Freddy blickt darüber hinweg. Nicht mal Agent Tilden (Robert De Niro) kann ihn überzeugen sein Schweigen zu brechen und die Kollegen zu verpfeifen. Doch plötzlich steht Rays Neffe vor Freddy und bitten ihn um Hilfe, denn sein Onkel will ihn töten, da dessen Plan schief gegangen ist. Allmählich wacht Freddy aus seiner Scheinwelt auf…

Kritik:

James Mangold machte aus dem etwas ausgelutschten Stoff einen interessanten und teils spannenden Copthriller. Die Atmosphäre passt perfekt zu Freddys hoffnungsloser Stimmung. Leicht baut sich auch der Spannungsbogen auf, der dann ohne Umschweifungen im Showdown gipfelt.

Aber die Stärke des Films liegt bei den Schauspielern. Sogar Sly Stallone beweist hier, dass er mehr kann als den halben Urwald zu sprengen, oder einem Mann den Verstand aus dem Schädel zu prügeln. Er spielt den Antihelden, für den das Leben eigentlich nichts Interessantes mehr bieten kann, überzeugend. Auch seine Wandlung zum Helden gelingt Stallone ausgezeichnet

Robert De Niros Charakter wird ziemlich an den Rand gedrängt, darum kann er sein Können auch nicht wirklich unter Beweis stellen. Harvey Keitel überzeugt als korrupter Polizist mit Verbindungen zur Mafia, der nicht Mal davor zurückschreckt, seinen Neffen zu töten.

Fazit:

Stallone beweist in diesem, langsam in die Gänge kommenden, Film, dass er nicht nur hirnlose Actionhelden spielen kann, sondern auch richtige Charaktere. Mangold liefert uns einen altmodischen Copthriller über Korruption und unerwartete Helden.

4/5

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