Confession of Pain (Filimkritik)

Als Polizist Bong von einem Einsatz nachhause kommt, findet er seine Freundin mit aufgeschnittenen Pulsadern vor. Seine Welt bricht zusammen. Schwer gezeichnet quittiert er seinen Dienst und finanziert sich als Privatdetektiv seine Alkoholsucht.

Drei Jahre später tritt sein damaliger Partner an Bong heran, da sein reicher Schwiegervater ermordet wurde, und er nun zu den Verdächtigen zählt. Bong nimmt seine Ermittlungen auf, und bringt sich damit selbst in Lebensgefahr. Nach und nach kommt Licht in die Sache, doch die Wahrheit wird Bong nicht gefallen…

Kritik:

Die “Infernal Affairs“ Macher taten sich erneut zusammen, um einen Polizeithriller zu drehen. Doch leider fehlt dem Film die Ausgewogenheit, und somit kommt er an seine Vorbilder nicht ran.

In der ersten Hälfte bietet er eine gut abgestimmte Abwechslung zwischen Action, Spannung und Drama. Hier begleitet der Zuseher die beiden Polizisten bei ihrem Einsatz und nimmt an Bongs Verfall nach dem Selbstmord seiner Freundin teil. Er erliegt dem Suff und kann seine Vergangenheit nicht loslassen. So stellt er die nächsten drei Jahre Nachforschungen an, da er herausfinden will, warum sich seine Liebste das Leben genommen hat. Dabei lernt er auch eine Kellnerin näher kennen, die sich um ihn kümmert, sobald er nicht mehr stehen kann.

Für diese Erklärungen verschwendet der Film nicht allzu viel Zeit, und kommt sogleich zum Wesentlichen. Eine Überblendung läutet das nächste Kapitel ein, und der Spannungsbogen wird allmählich wieder aufgebaut. Zwischendurch gibts ein paar Gewaltszenen und einige Rückblenden auf diese Szenen, die aufgrund der schwarzweißen Farbgebung bildtechnisch für Abwechslung sorgen.

Im weiteren Verlauf nimmt die Spannung allerdings ab, und der Film geht wieder in Richtung Drama mit Liebesgeschichte. Dabei gibt es einige geräuscharme Szenen, die eine gewisse Ruhe vermitteln. Kurzfristig spitzt sich die Lage wieder zu, bis es dann zur Auflösung kommt.

Begeistern kann vor allem die gute Kameraarbeit, wo unter anderem die Stadt Hong Kong sehr gut eingefangen wurde. Unterlegt ist das Ganze mit einigen gut passenden Musikstücken.

Die Charaktere wurden dabei sehr gut ausgearbeitet und besetzt. Takeshi Kaneshiro überzeugt vollends in seiner Rolle als Detektiv Bong. Er kann auch die traurigen Momente gut darstellen. Sein Partner Lau, verkörpert von Tony Leung Chiu Wai, wirkt daneben etwas blass.

Fazit:

“Confession of Pain“ hat sehr gute Ansätze. Leider schwächelt der Film in der zweiten Hälfte, da er das vorgelegte Tempo nicht mehr halten kann.

3,5/5

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