Der Blutige Pfad Gottes (Filmkritik)

St. Patricks Day in einer amerikanischen Stadt. 2 irische Brüder feiern diesen Tag in ihrer Stammkneipe. Als plötzlich ein Schlägertrupp der Russenmafia das Lokal betritt und die Bar schließen will. Was sich natürlich als großer Fehler raus stellt, und am nächsten Morgen liegen die Gangster tot auf der Straße. Das ruft natürlich die Polizei auf den Plan.

Special Agent Smecker (Herrlich: Willem Dafoe) rekonstruiert die Morde und glaubt somit die Täter zu finden. Doch die stellen sich selbst. Sie geben zu Protokoll aus Notwehr gehandelt zu haben und verlassen frohen Mutes das Polizeirevier, wissend, dass sie in ein Hornissennest gestochen haben. Doch wenn es um eine irische Bar geht, wollen die Brüder alles Nötige tun, um die Mafia zu vertreiben.

So beginnen sie in den Verbrecherorganisationen aufzuräumen. Ein Freund der Brüder erfährt von deren Taten und möchte auch mitmachen. Er arbeitet als Laufbursche bei der italienischen Mafia und kommt dahinter, dass die ihn abservieren wollten. Schön langsam bekommen es die Mafiabosse mit der Angst zu tun. Sie holen einen blutrünstigen Killer aus dem Gefängnis….

Kritik:

Ja wer kommt denn schon auf die hirnverbrannte Idee am höchsten irischen Feiertag eine irische Bar schließen zu wollen? Dass sowas nicht gut gehen kann, ist klar. Hier ist es der Auftakt einer schwarzhumorigen Actionkomödie.

Wir treffen die beiden Brüder, ihre Charaktere werden vorgestellt und im Laufe des Films erfahren wir auch von ihrer Vergangenheit. Die Schauspieler machen ihre Sache recht gut und überzeugen in ihren Rollen. Ihr italienischer Freund hat dann auch ein paar Lacher auf seiner Seite. Sehr genial ist auch Dafoes Rolle des FBI Agenten, der die Tatorte im Geiste rekonstruiert. So sehen wir aus seinen Augen die Geschehnisse und Morde.

Die Actionsequenzen sind sehr gut choreographiert und ästhetisch in Szene gesetzt. Bevor die gottesfürchtigen Brüder ans Werk gehen sprechen sie ein kleines Gebet:
Als Hirte erlaube mir, zu dienen mein Vater Dir.
Deine Macht reiche uns durch Deine Hand, diese verbindet uns wie ein heiliges Band.
Wir waten durch ein Meer von Blut, gib uns dafür Kraft und Mut.
E nomine patris, et fili, et spiritu sancti, Amen.

Das Ganze spielt sich im Arbeiterviertel irgendeiner Stadt ab. Die Kulisse ist gut gewählt, auch die Musik passt zu den gezeigten Szenen. Symphonisch kombiniert Dafoe die Rekonstruktionen mit Opernklängen.

Fazit:

Der blutige Pfad Gottes ist eine gelungene Actionkomödie, die mit sympathischen Charakteren und gelungenen Schießereien aufwarten kann. Dabei gibts noch etwas Sozialkritik und das Thema Selbstjustiz wird diskutiert.

4/5

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Ein Kommentar zu „Der Blutige Pfad Gottes (Filmkritik)

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