Beastmaster (Filmkritik)

In einer längst vergessenen Zeit hatte es sich zugetragen, dass der Hohepriester Maax den amtierenden König stürzte. Fortan litt das Volk unter seiner Tyrannei. Maax opferte die Kinder des Königreiches seinem Gott. Seine Schergen schlugen jeden Aufstand mit Gewalt nieder. Niemand wagte es, sich dem Tyrannen zu widersetzen. Eine seiner Hexen raubte der Königin den ungeborenen Thronfolger aus dem Leib, um das Kind anschließend zu töten.

Sie kennzeichnete das Baby mit einem Brandzeichen und wollte es den Flammen vorwerfen. Doch bevor sie ihren Plan in die Tat umsetzen konnte, rettete ein Bauer den Jungen. Er zog ihn groß, nannte ihn Dar und lehrte ihm den Umgang mit Waffen. Früh erkannte Dar, dass er die Gabe besitzt mit Tieren zu sprechen, und durch ihre Augen zu sehen. Doch seine Fähigkeiten mussten im Verborgenen bleiben, da die Dorfbewohner Angst vor solch einer Hexerei hatten.

Aber der neue Herrscher Maax sollte nicht die einzige Gefahr für die Bevölkerung darstellen. In jener Zeit zogen auch Plünderer durchs Land, und verwüsteten ganze Dörfer. So kam es, als Dar mit einigen Anderen gerade am Feld arbeitete, dass ein Plüderervolk sein Dorf niederbrannte. Sie ließen niemanden am Leben. Dar hatte Glück, dass ihm sein treuer Hund aus dem Massaker rettete.

Als er seine Familie und Freunde anständig beerdigt hatte, machte sich der junge Krieger auf, um nach dem Ursprung seines Brandmales zu suchen. Auf seiner Reise fand Dar Verbündete, die auf der Suche nach dem Mädchen waren, das er Tage zuvor im Wald getroffen hatte. Sie war die Cousine des rechtmäßigen Thronfolgers, welcher Dar begleitete. Gemeinsam wollten sie sie aus den Fängen des Maax retten.

Auch der König war noch am Leben. Sie befreiten auch ihn, und brachten ihn in ein kleines Dorf der letzen Widerstandskämpfer. Doch der König wollte sich an Maax rächen, der ihm seinen Erstgeborenen genommen hatte. Als der Angriff fehlschlug, hatten die tapferen Recken nur noch eine Hoffnung, den Beastmaster…

Kritik:

“The Beastmaster“ hatte das Pech, im selben Jahr wie ein anderer Vertreter des Genres, “Conan, der Barbar“ gedreht zu werden. Dabei zog er leider den Kürzeren.

Dennoch bietet der Film alles, was eine Fantasysaga braucht. Eine interessante Geschichte, mysteriöse Gestalten, Schwertkämpfe, eine schöne Frau und etwas Humor, nicht zuletzt durch die tierischen Begleiter.

Und durch diese unterscheidet sich der Film von anderen Werken. Den Tieren wird hier eine wichtige Rolle zugedacht. Diese wurden hervorragend dressiert, so dass ihre Handlungen zu jeder Zeit authentisch wirken. Der Jaguar war eigentlich ein schwarz angemalter Tiger, dessen Farbe ständig nachgebessert werden musste. Und der Junge, der den Prinzen spielt, durfte nie zur selben Zeit am Set sein, wie die Raubkatze.

Hervorragende Arbeit wurde auch bei den Masken der verschiedenen Gestalten geleistet. So sieht man den Hexen von Anfang an an, dass sie auf der dunklen Seite der Geschichte stehen. Auch die Vogelmenschen, die ihre Opfer aussaugen wurden gut umgesetzt.

Und so tragen diese Gestalten zur mysteriösen Atmosphäre des Films bei. Außerdem sorgt auch die Optik für das Flair eines Fantasyfilms. Neben weiten Landschaftsaufnahmen gibt es zwei authentisch wirkende Dörfer, bzw. die Stadt. Auf dem Weg zu Stadt sind unzählige Menschen aufgespießt. So ist gleich klar, dass Dar in dieser Stadt nichts gutes zu erwarten hat.

Auf seiner Reise trifft Dar nicht nur auf Verbündete, er muss auch den einen oder anderen Kampf durchstehen, noch dazu, als Maax in verfolgen lässt. Die Kämpfe wurden ordentlich choreographiert, und sind zu keiner Zeit übertrieben. Einzig die Schlacht am Ende enttäuscht ein wenig, aber da eilt den Helden unerwartet jemand zur Hilfe.

Auf die Plünderer wird leider nicht eingegangen. Sie sind einfach da und tun was sie am besten können. Am Ende, nachdem man schon das Happy End vor Augen hatte, tauchen die Schergen noch mal auf. Und so müssen Dar und seine Freunde erneut das Volk beschützen.

Die Charaktere wurden sehr unterschiedlich gestaltet, wobei man sie sicher in anderen Vertretern des Genres wieder trifft. Sie folgen ihrer Bestimmung und entwickeln sich daher kaum. Einzig Dar darf man in allen Lebenslagen begleiten, auch als er traurig das Dorf verlässt. Die Schauspieler wirken dabei alle recht routiniert, und wissen auch Mimik und Gestik richtig einzusetzen.

Fazit:

“The Beastmaster“ fristet leider neben Conan ein Randdasein, dabei ist auch er ein würdiger Vertreter dieses Genres, was man von den Fortsetzungen nicht behaupten kann.

4/5

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