Tödliche Weihnachten (Filmkritik)

Samantha führt ein glückliches Leben mit ihrem Freund und der 8jährigen Tochter. Sie arbeitet als Lehrerin und ist mit ihrem Leben durchaus zufrieden. Sie hat nur ein Problem. Vor acht Jahren erwachte sie im Krankenhaus und leidet seither an Gedächtnisschwund. Sie weiß nicht, wer sie vor dieser Zeit war. Außerdem war sie zu dem Zeitpunkt bereits schwanger, also weiß Samantha auch nicht wer der Vater ihrer Tochter ist. Also hatte sie schon sämtliche Privatdetektive angeheuert. Doch bis jetzt blieb deren Suche erfolglos. Ihr neuer Detektiv, Mitch, findet eine interessante Spur, die zu ihrem Ex-Verlobten führt.

Kurz vor Weihnachten baut Samantha einen Autounfall. Und während sie im Krankenhaus liegt bekommt sie Bruchstücke ihrer Erinnerungen zurück. Dennoch kann sie sich noch keinen Reim daraus bilden. In der nächsten Zeit stellt sie weitere Veränderungen an sich fest. Doch als sie und ihre Familie von einem entlaufenen Häftling in ihrem Haus angegriffen werden, weiß sich Samantha bravourös zu wehren.

Und so macht sie sich mit Mitch auf den Weg, um ihr wahres Ich zu suchen. Nach mehreren Begegnungen mit Personen aus ihrer Vergangenheit, die ihr nicht wirklich wohl gesonnen sind, wird ihr klar, dass sie eine Geheimagentin war, die ihren letzten Auftrag nicht ausführen konnte. Das will sie nun nachholen…

Kritik:

Nicht nur Bruce Willis darf zur Weihnachtszeit die Sau raus lassen. Auch Geena Davis versteht ihr Handwerk. Der Film bietet neben einer interessanten Handlung auch gut dosierte, aber hervorragende Actionszenen, so dass es zur Weihnachtszeit nicht langweilig wird.

Im Prolog stellt sich Samantha vor. Sie erzählt von den letzten acht Jahren, da sie sich an den Rest ihres Lebens nicht mehr erinnert. Die Idylle wird durch den Autounfall gebrochen. Verursacht wird dieser durch ihren Beifahrer, von dem man eigentlich nicht erfährt, warum er mit Samantha im Auto sitzt. Jedenfalls tut dieser Umstand nicht viel zur Sache, und Samantha sieht in einem Traum ihr früheres Ich.

Im weiteren Verlauf kehrt mit ihrer Erinnerung auch ihre alte Persönlichkeit zurück. Samantha akzeptiert dies gern und schnell, dennoch kann sie die letzten acht Jahre nicht einfach vergessen, auch wenn sie nichts lieber täte. Dennoch hat sie nun Verantwortung ihrer kleinen Tochter gegenüber. Das interessiert allerdings ihre Widersacher wenig, denn die haben allesamt noch eine Rechnung zu begleichen.

Somit nimmt nach den ersten 20 Minuten das Tempo rapide zu, und Samantha kann ihr Talent im Umgang mit diversen Waffen beweisen. Dabei wird der Zuseher mit einigen blutigen Schießereien und gut in Szene gesetzten Explosionen belohnt. Diese Szenen kommen zum Glück ohne, die heute so beliebten, zu schnellen Schnitte aus, und bieten dennoch genügend Spannung.

Zur Seite steht ihr Mitch (Samuel L. Jackson), der mehr oder weniger freiwillig in die Sache rein gezogen wird. Auch sein Charakter hat Zeit um sich vorzustellen, und zu entwickeln. So trifft man seine Familie und erlebt mit, wie sich sein kleiner Sohn, auf Anraten von Mitchs Ex-Frau, von ihm abwendet. Die beiden Hauptdarsteller verstehen es, ihre Rollen gekonnt zu verkörpern. Sie interagieren perfekt miteinander.

Fazit:

Neben den Actionszenen nimmt sich der Film auch viel Zeit für seine Charaktere. So kann man ohne Weiters eine Bezugsperson finden und mit dieser mitfiebern.

4,5/5

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