Ferris macht Blau (Filmkritik)

Ferris ist der beliebteste Junge in seiner Umgebung. Sogar seine Eltern lieben ihn mehr als seine Schwester, was dieser allerdings gar nicht passt. Eines schönen Tages beschließt er die Schule zu schwänzen. Perfekt vorbereitet geht er ans Werk. Seinen Eltern spielt er den Kranken vor, ruft seine Mitschüler an, und schon kann er den Tag genießen.

Da es ihm alleine aber recht bald langweilig wird, ruft er seinen besten Freund Cameron, der allerdings wirklich krank ist, an. Um den Tag perfekt zu machen, möchte Ferris auch noch seine Freundin aus der Schule rausholen. Die beiden rufen in der Schule an, geben sich als ihr Vater aus und sagen, ihre Oma sei gestorben. So leihen sie sich, unter Protest von Cameron, den 1961er Ferrari von Camerons Vater, holen die Freundin ab, und machen sich einen schönen Tag in Chicago.

Aber der Direktor ist misstrauisch, denn Ferris habe ja schon ganze 9 Tage!!! gefehlt. So begibt er sich auf die Jagd nach dem Abgängigen. Auch Ferris’ Schwester traut ihrem Bruder nicht. Die Mitschüler allerdings haben schon einen Spendenfonds für den “schwerkranken“ Ferris eingerichtet. So kurvt Ferris mit seinen Freunden durch die Stadt und läuft dabei Gefahr von seinen Eltern, oder dem Direktor erwischt zu werden…

Kritik:

Wie schön war die Zeit, früher in der Schule, als man einfach so fehlen konnte, und nur eine filigrane Ausrede brauchte. Ferris hat es in dieser lockeren Komödie nicht ganz so leicht. Ziemlich bemerkenswert ist seine ganze Vorbereitungsarbeit, wie die Puppe im Bett, die sich mittels Seilzug bewegt, dazu die Schnarchgeräusche aus dem Computer, oder das Tonband, das abläuft, sobald jemand die Klingel betätigt.

Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet, es bleibt ihnen genügend Zeit, sich vorzustellen, und sich zu entwickeln. So durchlebt Cameron eine Entwicklung vom unterdrückten Teenager, der eigentlich mehrere Psychiater brauchen würde zum Mann, der auf eigenen Beinen steht, sich seinem Vater stellt und seinen eigenen Standpunkt vertritt.

Ferris (Mathew Broderick) spielt den Coolen von der Schule, mit Hang zum Exzentriker, ausgezeichnet. All seine Mitmenschen sind von ihm begeistert, er ist so beliebt, dass die Schulkollegen sogar für seine erfundene Krankheit spenden. Seine Schwester, die nicht verstehen kann, warum ihrem Bruder alles in den Hals fliegt, und ihr nicht, spielt ihre Rolle auch recht überzeugend.

Sogar die Nebenrollen wurden gut besetzt. Da hat mir die Sekretärin des Direktors am Besten gefallen, als sie Bleistifte aus ihren auftoupierten Haaren rausholt. Der Humor kommt bei dem Ganzen auf keinen Fall zu kurz, es gibt auch einige geniale Szenen, die sich schön über den Film verteilen. Leider gibt’s aber auch ein paar Längen. Auch die Musik passt gut zum Film. So richtig schön 80er Jahre mäßig. Eine Gesangseinlage bei einer Parade gibt’s auch zu bewundern.

Fazit:

Ende der 80er, Anfang der 90er gab es einen Schwung Teenieschulkomödien. Viele waren Rohrkrepierer, wenige schafften es Kultstatus zu erreichen, und hier ist der absolute König seiner Zeit.

4/5

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