Blood Diner (Filmkritik)

Zwei Kinder spielen im Wohnzimmer. Ihre Mutter fährt kurz weg, und sagt ihren Jungs, dass sie ja niemanden rein lassen sollen. Im Radio spricht der Moderator eine Warnung aus: Ein verrückter Mörder zieht durch die Straßen. Kurz darauf schlägt eben dieser Verrückte die Eingangstüre der Familie ein. Doch anstatt sich zu fürchten, freuen sich die Jungs, ihren Onkel Anwar zu sehen. Dieser schwafelt was von schwarzer Magie, geht raus und wird von der Polizei erschossen.

20 Jahre später graben die Brüder ihren toten Onkel aus, und entnehmen sein Gehirn. Welches sie mit Augen und einer Zunge in ein Einmachglas geben. Eine Zauberformel gesprochen, und schon ist das Gehirn ihres Onkels wieder am Leben, und möchte seinen, damals gescheiterten, Plan wiederholen. Die Göttin Sheetar soll beschwört werden.

Dazu brauchen die Drei allerdings ein paar Körperteile von jungen Frauen. So wird zunächst die Oben Ohne Aerobic Truppe zerhackt, um aus den verschiedenen Leichenteilen eine Frau zu formen. Sie soll die Hülle der Göttin werden. Die übrig gebliebenen Körperteile werden sogleich verkocht und den Gästen im, von den Brüdern geführten, Restaurant angeboten …

Kritik:

Schon bei der ersten Szene ist klar, dass sich der Film selber nicht sehr ernst nimmt. Und recht schnell erkennt der Zuseher auch, dass “Blood Feast“ hier als Vorbild fungierte. Doch dabei hatte es der Film von Beginn an nicht leicht. Unsere deutschen Nachbarn schnitten einfach alles raus, was den Film interessant machte.

Denn gerade die Effekte sind die Stärke des Films. Die Qualität derer ist zwar schon längst überholt, und verbreitet heute, statt Grauen, nur noch den Flair der 80er. Hier werden Körperteile abgetrennt, und wieder zusammen genäht, Frauen ausgeweidet, Kannibalen dürfen Menschen verspeisen, und so weiter. Dabei hält die Kamera voll drauf, sehr zur Freude der Splatterfans.

Als Beilage gibts dann eine Menge Slapstickhumor, wobei allerdings nur wenige Witze zünden, und dem Zuseher höchstens ein paar Schmunzler hervorlocken. Jedoch wird dadurch die Wirkung der Splatterszenen etwas abgeschwächt. Spannung kommt nur in der Eröffnungsszene auf, bis sich der Film selbst als Splatterkomödie deklariert. Danach gehts zwar temporeich weiter, jedoch ohne Atmosphäre und Spannung.

Der Rest des Films leidet unter seinen Darstellern und deren Dialogen. Keiner der Schauspieler kann positiv auffallen. Manche nerven sogar ein wenig. Zwischendurch wird die Aufmerksamkeit des Zusehers durch nackte Frauen erregt. Diese Szenen sind zwar was fürs Auge, machen den Film aber auch nicht besser. Einzig die Splatterszenen retten das Werk vor dem Totalabsturz.

Fazit:

Als Partyfilm eignet sich “Blood Diner“ zweifellos. Zuviel Anspruch sollte man allerdings nicht haben. Und ein paar Bier zwischendurch schaden nicht.

2,5/5

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