Attack the Gasstation (Filmkritik)

Irgendwo in Südkorea: Vier Freunde überfallen (unmaskiert!) eine Tankstelle.
Und was machen sie am nächsten Abend?
Sie überfallen dieselbe Tankstelle noch einmal. Nur diesmal hat der Tankstellenpächter in weiser Voraussicht das Geld versteckt. So finden die Vier außer etwas Kleingeld nichts vor.

Doch sie geben nicht auf und nehmen die Angestellten als Geiseln. Und als dann noch ein Kunde kommt, und der Anführer der Gruppe merkt, dass Kunden Geld bringen, bleiben sie und kassieren von den Kunden ab, und nehmen diese dann ebenfalls in Geiselhaft.

Dabei kommen ihnen so einige skurrile Typen unter, wie ein wahnsinniger Raser, eine Jugendgang, korrupte Polizisten und ein zorniger China Restaurantlieferant. Hätten sie den Chinesen doch nicht unterschätzen sollen??? Und was hat die Jugendgang mit den Yakuzzan zu tun???

Kritik:

Tja, das wars auch schon von der Handlung. Das Ganze spielt sich in nur einer Nacht ab. (Abgesehen mal vom kurzem Intro) Der Film war (lt. Coverangabe) der Sensationserfolg in Korea und Gewinner auf diversen Filmfestivals. Und er ist in das Buch “1001 Filme – Die besten Filme aller Zeiten“ aufgenommen worden. – Warum auch immer…

Der Überfall auf die Tankstelle geschieht eigentlich nur aus Langeweile. (Eine stille Kritik an die verlorene Jugend von heute.) Doch wie die Vier kriminell geworden sind, sieht man nicht. Es gibt ein paar kleine Rückblenden aus dem Lebend er Freunde, aber daher leite ich mir keine Erklärung für die Tat ab. Es wird einzig und allein gezeigt, woher sie ihre Eigenheiten haben.

Im Reparieren sind Koreaner anscheinend auch recht flink. Denn am Vortag zerstören die Jungs fast die ganze Einrichtung, und dann ist alles wie neu.

Die Schauspieler selbst sind relativ mies. Da hätte man auch Leute von der Straße holen können. Die hätten vielleicht den Job besser gemacht. Oder vielleicht hat man das sogar? Jeder der Hauptdarsteller ist in seinem “Schema F“ drin, und erfährt keinerlei Entwicklung. Auch kann man die Vier nicht recht auf eine Seite zuordnen. Sind sie jetzt gut, oder böse. Sie überfallen eine Tankstelle und nehmen die Leute als Geiseln, dennoch helfen sie unbewusst dem Personal.

Die Musik ist akzeptabel, mal abgesehen von der einen Gesangseinlage. Die Action beschränkt sich auf ein paar Schlägereien, die aber nicht sonderlich gut gemacht wurden. Laut Cover soll der Film ja eine Komödie sein. Aber er entlockt dem Zuschauer höchstens ein, zwei Lacher.

Fazit:

Attack the Gasstation behandelt indirekt den Generationskonflikt in Südkorea. Desillusionierte Jugendliche verbauen sich ihre Zukunft, um das Feindbild Erwachsene zu bekämpfen.

2/5

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