The Libertine – Sex, Drugs & Rococo (Blu-ray Review)

Dürfen wir vorstellen: John Wilmot, Earl of Rochester, versautestes Blaublut im englischen Königreich! Mitte des 17. Jahrhunderts tobt der Edelmann (Johnny Depp) durch alle Betten – wenn er nicht gerade literarische Geistesblitze aufs Papier pfeffert oder sich volllaufen lässt. Da lockt ein royaler Auftrag: König Charles II. (John Malkovich) braucht ein Theaterstück, um den französischen Botschafter zu beeindrucken. Wilmot verfasst einen Bühnenreißer, der den Monarchen nach allen Regeln der Kunst mit Spott übergießt. Charles ist not amused – mit finsteren Folgen für den Libertine…

Den Exzentriker, Außenseiter und Bürgerschreck konnte er schon immer. Hier erweckt Johnny Depp („Sweeney Todd“) die historische Figur des wüsten Wilmot zu grellem Leben. John Malkovich („R.E.D.“) porträtiert König Charles, Samantha Morton („Minority Report“) gibt die Elizabeth sowie Rosamund Pike (oscarnominiert für „Gone Girl“) ist Wilmots Ehefrau.

Bild:

Das Bild wird von einem leichten Rauschen beherrscht, welches bei Innenaufnahmen etwas stärker wird. Die Farben sind recht dunkel gehalten, so spielt auch der Großteil des Films Nachts. Die Räume werden mit Kerzen ausgeleuchtet, dennoch gehen keine Details im Dunkeln verloren. Kontrast und Helligkeit sind gut eingestellt. Die Schärfe ist im mittleren Bereich angesiedelt und unterliegt keinen Schwankungen. Es sei denn, sie werden als Stilmittel eingesetzt, wie bei der Rede gegen Ende des Films.

2,5/5

Ton:

  • Dolby Digital 5.1 Deutsch
  • Dolby Digital 5.1 Englisch

Der Ton ist gelungen. Er kommt wuchtig und mit gut abgemischten Höhen und Tiefen aus den Lautsprechern. Die Musik wird auch leise aus den Rears gespielt, sodass Raumklang entstehen kann. Die Dialoge und Monologe sind immer gut verständlich und werden nicht überlagert. Tondefekte fallen keine auf. Die beiden Tonsputen unterscheiden sich qualitativ nicht voneinander.

4/5

Extras:

  • Trailer
  • Bildergalerie
  • Making of
  • Audiokommentar

Beim 36minütigen Making of bekommen wir einen Einblick in die Entstehung des Films. Weiters kommen Cast und Crew zu Wort und erzählen von ihrer Arbeit beim Film und Theater. Der Audiokommentar ist über die Tonspuren anwählbar.

3,5/5

Fazit:

The Libertine nimmt sich kein Blatt vor dem Mund und rüttelt den prüden Adel Englands des 17. Jahrhunderts ordentlich auf. Der Film zeigt Höhepunkt und tiefen Fall des zweiten Earls von Rochester. Und schon im Epilog erklärt uns Johnny Depp, dass wir ihn nicht mögen werden, was er am Ende nochmal bestätigt. Den Film mögen werden sicher all die Jenigen, die mit Mainstream nichts anfangen können.

3/5

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