All Night Long 3 (Filmkritik)

Der etwas zurückgebliebene und ziemlich pervers angehauchte Kikuo streift des Nächtens durch die Straßen seiner Heimatstadt, um Müll zu sammeln. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf weggeworfene Gebrauchsgegenständen von Frauen, wie benutzte Binden, oder Ähnliches.

Tagsüber hilft er seinen Eltern im Stundenhotel aus, indem er die Zimmer reinigt. Außerdem beobachtet er des Öfteren ein behindertes Schulmädchen, das von ihren Mitschülerinnen gequält wird. In einem Supermarkt entdeckt er an der Kasse ein Mädl, dass er fortan anhimmelt.

Als eine Gruppe Jungs die Benachteiligung der Behinderten ausnutzen, um sie zu vergewaltigen und niederzuschlagen beobachtet sie Kikuo. Er liest die Bewusstlose auf, und nimmt sie mit nachhause. Dort quält auch er sie, und bringt sie schließlich um. Um sie aus dem Haus schmuggeln zu können, zerstückelt er sie und packt sie in einen Koffer.

Tags darauf möchte er seinen Schwarm im Supermarkt besuchen. Das Mädchen hat jedoch frei, und so geht Kikuo enttäuscht nachhause. Zu seinem Entsetzen sieht er sie mit einem andern Mann ein Zimmer im Stundenhotel seiner Eltern mieten. Kikuos Welt bricht zusammen. Wenige Stunden danach macht er sich auf die Suche nach ihr, und geht dabei über Leichen.

Kritik:

Teil 3 soll ja angeblich der Beste der “All Night Long“ Reihe sein. Das kann ich jedoch nicht bestätigen. Im Vergleich zu den Vorgängern kommt dieses Werk nicht mal annähernd an sie heran. Teil 1 baute auf Charaktere, Teil 2 auf Gore und der 3. leider nur auf kranke Perversionen.

Dazu passend natürlich der geistig zurückgebliebene Hauptcharakter, den wir nicht näher kennen lernen. Er hat ein recht abstoßendes Hobby. Er sammelt vollgeblutete Damenbinden aus Müllsäcken Fremder. Diese hängt er dann in seinem Zimmer auf. Doch auch seine Familie ist ziemlich krank, und die Eltern sagen zu seinem Vorgehen rein gar nichts.

Der Vater spricht ihn mal auf seine Schamhaarsammlung an, sagt aber nichts. Seine Mutter beobachtet immer wieder Paare beim Geschlechtsverkehr durch ein Lüftungsgitter. Eines Tages zeigt sie ihrem Sohn ihr kleines Geheimnis, lässt ihn den Leuten beim Sex zusehen, und holt ihm dabei einen runter.

Als er dann den anderen Teens beim Quälen der jungen Frau zusieht, bekommt er auch Lust darauf, und nimmt sie mit nachhause. Auch hierzu sagen seine Eltern kein Wort. Kikuo foltert sie recht harmlos und erwürgt sie, sobald sie was zu ihm sagt. Bis dahin sind schon mal 50 Minuten vergangen, und der Film hat bis hier nichts an Spannung oder Gewalt gezeigt. Auch die Quälereien der Mitschüler gestalten sich recht harmlos.

Nach den 50 Minuten Perversion ändert der Film seine Richtung. Der Gewaltgrad steigt, erreicht aber nie das Niveau des 2. Teils. Gegen Ende erhöht sich auch das Tempo, sodass der Film schnell aus ist, ohne schockierende Höhepunkte. Die sterbenden Charaktere tun einem nicht mal leid, denn man hat sie richtig vorgestellt. Der Zuseher kann keine Beziehung zu den Protagonisten aufbauen.

Fazit:

“All Night Long 3“ enttäuscht somit in allen Punkten, die die Vorgänger ausmachten. Zu sehr konzentriert sich das Werk auf die Perversionen seines Hauptcharakters, anstatt die Vorzüge von Teil 2 auszubauen.

0,5/5

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