All Night Long 2 (Filmkritik)

Shinichi genießt seine Sommerferien. Die Eltern sind verreist. Der Junge bastelt an seinen Puppen und hängt im Chatroom rum. Die Idylle ist rasch beendet, als er mit einer brutalen Gang und deren homosexuellen Anführer aneinander gerät. Sie verprügeln und quälen den Jungen, und fordern schließlich Schutzgeld, damit sie ihn in Zukunft in Ruhe lassen.

Gleich am nächsten Tag holt der Anführer der Gang Shinichi ab und führt ihn in seine Wohnung. Dort stellt er ihm eine junge Frau vor, die er wie ein Tier hält, und verlangt von Shinichi sie zu verprügeln. Er möchte den Jungen in einen Psychopaten verwandeln, ergreift dann aber selber den Schürhaken und schlägt das Mädl KO. Schließlich wirft er sie in einen Müllcontainer und rät Shinichi das Geld zu besorgen.

Dieser wendet sich an seinen Chatfreund und vereinbart ein Treffen. Doch anstatt des Chatfreundes tauchen zwei Hacker auf, die sich auch bereit erklären Shinichi das Geld zu borgen. Sie gehen in seine Wohnung um den Rest zu besprechen. Auch die Freundin von einem der beiden Hacker begleitet sie.

Wie es der Zufall so will, tanzen Shinichis Peiniger am selben Abend an und entführen ihn samt seinen Freunden. Die Gang foltert seine Freunde, während Shinichi zusieht. Schließlich dreht der Junge den Spieß um …

Kritik:

“All Night Long 2“ setzt in Vergleich zu seinem Vorgänger mehr auf Gewalt, als auf Charakterdarstellung. Daher betrifft es den Zuschauer weniger, wenn ein Charakter gefoltert wird. Man sieht zu Beginn den jungen Shinichi, erfährt aber relativ wenig über ihn, bis auf die Tatsache, dass er Puppen richtigen Mädchen vorzieht.

Kurz darauf findet schon seine Konfrontation mit der Gang statt, deren Anführer zwar ein krankes Individuum ist, sich aber öffentlich zurückhält. In seiner Wohnung ist er stark. Seinen Liebhaber bringt er einfach so nebenbei im Schlaf um. Außerdem foltert er kleine Nagetiere und ein junges drogensüchtiges Mädchen. Er wirft ein Auge auf Shinichi und will aus ihm einen rücksichtslosen Psychopaten machen, was ihm Anfangs fast zu gelingen scheint.

Keiner der Charaktere schafft es, für den Zuseher sympathisch zu wirken. Anfangs fiebert man vielleicht noch mit Shinichi mit, doch gegen Ende wünscht man auch ihm ein schnelles Ableben. Die anderen Rollen entwickeln sich gar nicht. Sie bleiben von Anfang bis zum Ende in ihrem Schema.

Die Stärke des Films ist allerdings die Gewalt. Hat sich der Vorgänger noch recht zurückgehalten, fließt hierbei Blut im Übermaß. Das Tempo wird dabei auf einem stabilen Level gehalten, so wird der Film auch nicht langweilig. Der Showdown bietet dann all das, wofür die Reihe berüchtigt ist. Hier wird gefoltert und gemetzelt. Teilweise geschieht das Ganze im Off. Ab und zu hält die Kamera auch voll drauf.

Fazit:

Teil 2 kann zwar nicht mit den Charakteren überzeugen, dennoch schafft er es mit seiner Gewaltdarstellung zu schockieren. Die jungen Charaktere schenken sich hierbei nichts.

3/5

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