Simon Says (Filmkritik)

In irgendeinem Kaff, mitten in der Wildnis wachsen die Zwillinge Simon und Stanley auf. Doch sie sind keine normalen Kinder. Simon ist geistig etwas zurückgeblieben, und Stanley ein kleiner Psychopath. Es kommt nicht selten vor, dass Stanley seinen Bruder krankenhausreif schlägt. Aber auch die Eltern der Beiden sind vor Stanleys Zorn nicht sicher. An einem sonnigen Tag tötet er seine Erzeuger.

Jahre später fahren ein paar Teens mit einem Campingbus durch eben diese Wildnis und sind auf der Suche nach einem lauschigen Plätzchen zum Campen, Kiffen und Vögeln. Doch der Ausflug sollte ihr letzter sein, denn die verrückten Brüder streifen gerne durch den Wald. Und am liebsten spielen sie das Spiel “Simon sagt“ mit ihren Opfern. Wer nicht mitspielt, bekommt es mit einer Spitzhacke zu tun …

Kritik:

Tja, das wars auch schon von der Handlung. Selbiges Grundszenario gab es schon hunderte Male. Junge, drogensüchtige Paarungswillige campen im Wald und werden von einem, oder mehreren, Verrückten umgebracht. Das brave Mädl wird zur Heldin, und der böse Mörder schließlich besiegt, oder auch nicht.

Im Fall von “Simon Says“ wurde versucht, den Mördern eine Geschichte zu geben. Dieser Versuch bleibt leider sehr oberflächlich, da man nur ein paar Taten aus ihrer Jugend, nicht aber die Urschache ihres Werdens sieht. Diese Szenen werden als Rückblenden präsentiert. Eine davon darf der klassische alte Mann, der die Kids warnen möchte, erzählen.

Die Kids selbst sind grade mal was fürs Auge, aber von ihrem Charakter her leicht austauschbar. Es gibt also niemanden dabei, der sich von Anderen abheben würde. Das Ensemble besteht klassisch aus dem Kiffer, dem Sportler, dessen braver Freundin, einer Schlampe und einer Streberin. Der Quotenschwule wurde hier weg gelassen. Die Darsteller der selbigen plagen sich über ihre aufgesetzten Dialoge hin weg, und liefern eine, fürs Genre, durchschnittliche Leistung ab.

So zwischendurch tauchen dann auch noch ein paar Charaktere auf, deren einziger Zweck das Sterben ist. Von diesen Personen erfährt man gar nichts. Sie campen im Wald, oder laufen in Tarnanzügen mit Paintballwaffen durchs Dickicht. Der Bodycount erhöht sich dadurch, aber die eigentliche Handlung leidet darunter.

Eigentlich könnte man die erste halbe Stunde locker überspringen, man würde nichts versäumen, und gleich zum Wesentlichen kommen, denn Spannung und Atmosphäre werden in der Zeit, aber auch später, nicht aufgebaut. Die Morde sind teilweise recht brutal, blutig  und auch manchmal witzig umgesetzt. Stellenweise fliegen die Körperteile regelrecht durchs ganze Bild. Die Effekte wurden mit Hilfe des Computers gestaltet. Manche davon wirken leider etwas sehr künstlich.

Als Lieblingsmordwaffe benutzen unsere zwei Verrückten die, in jener Region sehr verbreitete, Spitzhacke. Doch um etwas Schwung rein zubringen, sind viele dieser Werkzeuge als tödliche Fallen oder Katapultmunition im Einsatz. Dies erhöht das Tempo ein wenig, schadet aber der Atmosphäre immens.

Fazit:

Hirn abschalten, ein Sixpack Bier trinken, die erste halbe Stunde vorspulen, und dann auch noch den Ton abdrehen. Dann kann man den Film genießen.

1/5

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s