Heathers (Filmkritik)

Veronica (Winona Ryder) würde alles tun, um in die Clique der drei Heathers aufgenommen zu werden. Auch wenn sie ihren Mitschülern dabei Schaden zufügen würde. Sie tanzt praktisch nach Heathers Pfeife, und findet so Anschluss zu der beliebtesten, oder gefürchteten Mädchenclique der Schule.

Zu spät erkennt Veronica, dass sich die herrschsüchtige Heather nicht um ihre Mitmenschen schert und auch sie selbst nur als Fußabtreter ansieht. Nach einem heftigen Streit bei einer Party, beschließt Veronica im Zorn, Heather Nummer Eins zu töten. Am nächsten Tag hat sie den Gedanken aber wieder verworfen, doch ihr neuer Freund Jason (Christian Slater) ist von der Idee begeistert. Schockiert von ihrer Tat, lassen die beiden den Mord wie Selbstmord aussehen. Veronica verfasst einen Abschiedsbrief und Jason präpariert die Leiche.

Am nächsten Tag ist die ganze Schule von dem Vorfall betroffen, und Heather steht noch immer im Mittelpunkt. Die Lehrer halten eine Notfallkonferenz ab, machen sich aber keine weiteren Sorgen. Kurz darauf findet auch schon die Beerdigung statt. Veronica bemerkt, dass ihr Freund eigentlich der volle Psychopath ist, und will von ihm loskommen. Schon bald muss  auch sie um ihr Leben fürchten…

Kritik:

Diese Teenagerkomödie punktet mit einer Menge Schwarzem Humor, guten Darstellern und etwas Sozialkritik. Schon in der anfänglichen Traumsequenz ist klar, wo Veronica in der Hierarchie der Heathers Clique steht. Nämlich ganz unten, denn sie ist bis zum Kopf eingegraben, und die drei Tussen spielen Crocket mit ihrem Kopf. Hierbei ist von Beginn an klar, dass der Humor in diesem Film tiefschwarz ist.

Noch dazu sind die witzigen Szenen und Meldungen perfekt platziert und verfehlen ihre Wirkung in keinster Weise. Die Lehrerkonferenz, sowie die Beerdigungen sind einige der humoristischen Höhepunkte des Films. Selbst die Morde sind witzig gestaltet, und das Tempo wird durchgehend geradlinig gehalten. Es gibt keine Längen. Droht eine Szene zu lang zu werden, findet sich ein witziges Detail in ihr.

Das Cliquenkonzept an der Schule wird hier sehr gut dargestellt. Die normalen Kids versuchen, in die Gruppe der Beliebten aufgenommen zu werden, und tun dafür fast alles. Abnorme Mitschüler müssen als Sündenböcke herhalten, usw. Sozialkritisch betrachtet kommen Themen wie Naivität und Gruppenzwang hier sehr gut zur Geltung. Die Charaktere sind typisch für eine High School Komödie, wie sie auch in sämtlichen anderen Filmen dieses Genres vorkommen. Von der arroganten Cliquenführerin über die Sportler zu den Unbeliebten und neuen Mitschülern ist alles vertreten. Und vor allem sind diese Rollen hier sehr gut besetzt.

Besonders der Charakter der Veronica macht eine sehr schöne Entwicklung durch. Sie ist anfangs recht naiv, lässt sich, zwar mit Gewissensbisse, leicht um den Finger wickeln und springt, sobald ihr jemand aufträgt zu springen. Sie wird von diesen Menschen abhängig. Dann aber geht ihr ein Licht auf und sie versucht von denen loszukommen. Winona Ryder verkörpert die Veronica perfekt. Sie spielt gewohnt routiniert, arbeitet auch gut mit Mimik und Gestik.

Auch Christian Slater war eine ausgezeichnete Wahl für den psychopatischen Rebellen Jason. Teilweise sieht man ihm den Verrückten richtig an. Er mordet kaltblütig und schreckt vor nichts zurück. In seinem Fall wird versucht, die Schuld an seiner Persönlichkeit auf die schlechte Kindheit, und auf seinen Vater, der seine Mutter in die Luft gesprengt hat, zu schieben.

Fazit:

Eine schwarzhumorige Perle der späten 80er Jahre, die ich uneingeschränkt empfehlen kann.

4/5

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s