Das Bankett des Kaisers (Filmkritik)

Ein bekannter chinesischer Koch nimmt an einem Kochwettbewerb teil. Er liegt glatt in Führung, als er einen Anruf vom Krankenhaus bekommt, da seine Frau ein Kind zur Welt bringt. Nach langem Zögern bricht er den Wettbewerb ab und fährt zu ihr. Doch sie ist verschwunden.

Jahre später: Ein junger Mann, seines Zeichens Anführer einer Gang, die für einen Geldverleiher die Drecksarbeit macht, möchte Koch werden, um nach Kanada auszuwandern, und sich dort ein neues Leben aufbauen zu können. Er versagt jedoch beim Einstellungsvorkochen und trifft sich anschließend mit seinem Boss in einem Lokal, um zu kündigen.

Da wird ein Küchenchef auf ihn aufmerksam, und schickt den Jungen zu einem verfeindeten Chefkoch, um dem eins auszuwischen. Und wirklich sorgt der Junge dort für einiges Chaos. und zu allem Überfluss verliebt er sich auch noch in die Tochter des alternden Chefs.

Eines Tages kommt ein anderer Koch zu dem Alten und fordert ihn zum „Bankett des Kaisers“ heraus. Ein berühmtes Wettkochen wo mehrere Gerichte von einer Jury bewertet werden. Zu denen zählen unter anderem Bärentatze, Elefantenrüssel und Affenhirn. Sollte der Herausforderer gewinnen, gehört ihm das Lokal des alten Koches.

Und so kommt es wie es kommen muss, der Alte erleidet einen Herzanfall, und kann nicht mehr aktiv an dem Wettbewerb teilnehmen. Auch seine Angestellten kündigen alle. Seine Tochter und der junge Bandenchef wollen das Lokal dennoch retten. Doch dazu benötigen sie aber professionelle Hilfe.

Sie erfahren, dass der einzige Koch, der das Bankett schon mal gekocht hatte, seinen Job nach der Trennung mit seiner Frau, an den Nagel gehängt hatte. Nun gilt es, diesen zu finden, und zur Zusammenarbeit zu überzeugen…

Kritik:

Obwohl sich die Handlung auf die Geschichte um die Herausforderung und deren Bewältigung konzentriert ist der Film recht komplex. Anfangs ist die Szenerie doch etwas verwirrend, denn der Koch ist nach der ersten Szene verschwunden, und die Handlung lenkt auf den jungen Bandenchef und seine Abenteuer als Lehrling in der Küche.

Und da spielt der Film schon sein Potential gekonnt aus. “Das Bankett des Kaisers“ ist eine gelungene Komödie, die vor allem vom Slapstick des jungen Möchtegernkoches lebt. Er bringt uns des Öfteren, unter Anderem auch beim Kampf mit einem Fisch, zum Lachen. Gelungen eingefangen hat Tsui Hark die Empathie zwischen dem Lehrling und der Tochter. Richtig lustig wirds, wenn die beiden den anfangs erwähnten Kochmeister finden und auf das Bankett vorbereiten.

Höhepunkt des Films ist zweifelsohne das Bankett selbst. Die Charaktere toben sich mit den Messern und Kochlöffeln richtig aus. Das Ganze ist sehr gut choreographiert und kombiniert Kulinarik mit Ästhetik. Bei den Gerichten läuft nicht nur der Jury das Wasser im Munde zusammen. Interessant ist natürlich die Erklärung zu den einzelnen Gerichten  und wie die Köche diese zubereiten. Natürlich ist die ganze Szenerie auch mit der passenden Musik unterlegt.

Die Darsteller selbst spielen angenehm routiniert. sie nutzen zum Glück nicht die für ältere chinesische Filme übliche übertriebene Gestik. Sie können in ihren Rollen vollends überzeugen. Leslie Cheung wirkt als Bandenchef durchaus sympathisch. Er muss sich mit seinen dummen Gangmitgliedern rumschlagen und an seiner Karriere arbeiten. Der Darsteller beging leider 2003 Selbstmord. Die Tochter als Punk gibt den Film ihren  eigenen Pep.

Fazit:

Tsui Hark präsentiert uns mit dem Bankett des Kaisers eine kurzweilige Komödie mit sympathischen Charakteren, die Lust auf Kochen und Essen bereiten.

4,5/5

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