8 Blickwinkel (Filmkritik)

In der spanischen Stadt Salamanca findet ein Gipfel zur Bekämpfung des Terrors statt. Hierzu treffen sich Staatsmänner von westlichen und östlichen Ländern, um gemeinsam die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Als Initiator gilt der Präsident der USA. Dieser wird vom Secret Service zur Veranstaltung geleitet.

Schon nach kurzer Zeit wird der Präsident erschossen. Panik bricht aus. Gleich darauf detonieren 2 Bomben. Agent Thomas Barnes, der schon einmal dem Präsidenten das Leben rettete, muss nun in dem Chaos den Täter finden. Ein amerikanischer Tourist, sowie ein Fernsehteam haben wichtige Hinweise gefilmt…

Kritik:

Allzu viel gibt die Handlung nicht her. Der Zuseher wird gleich mitten ins Geschehen gestoßen, ohne eine Vorgeschichte zu kennen. Nach und nach werden die Beweggründe der Täter aufgedeckt, jedoch ohne dem Film Tiefgang zu verleihen. Die Handlung wird, wie es der Titel des Films schon verrät, durch verschiedene Blickweisen erzählt. Dazwischen spult er zurück, und der nächste Blickwinkel wird präsentiert.

Mit jeder neuen Sichtweise, geht die Handlung einen Schritt weiter, so wird das Ganze auch nach dem fünften Mal nicht langweilig. Im Gegenteil, jeder Episode gelingt es den Spannungsbogen weiter zu spannen, und an deren Ende einen Cliffhanger in den Raum zu stellen, der das Weiterschauen interessant macht. Dabei kommt die Dramatik auch nicht zu kurz.

Im zweiten Drittel bleibt dann der Film bei einer Sichtweise, erzählt die Handlung bis zum Ende weiter und schlägt in Richtung Action um. Dabei liefert sich Dennis Quaid eine wilde, und gut gestaltete Verfolgungsjagd durch Spaniens enge Straßen. Diese sind sehr rasant geschnitten, und bieten leider auch kurze verwackelte Kamerabilder. Auch die Schießereien nehmen in ihrer Anzahl zu. Auf blutige Shotouts wird allerdings verzichtet, dennoch ist der Bodycount recht hoch.

Neben der Action und der gut aufgebauten Spannung lebt der Film vor allem durch seine Darsteller, die allesamt sehr routiniert ans Werk gehen. Dennis Quaid überzeugt mit seiner Rolle als traumatisierter Security. Aber auch Forrest Whitaker und Sigourney Weaver wirken sehr glaubhaft. Leider sind ihre Rollen eher klein ausgefallen, dennoch tragen sie wesentlich zur Handlung bei.

Der Film spart natürlich nicht mit Kritik an den amerikanischen Medien und der Gesellschaft selbst. So ist der Präsident, anders als der (zum Zeitpunkt der Entstehung des Films) Aktuelle, eher zurückhaltend, und sucht den Weg der Konversation. Die Terroristen sind, wie könnte es in einem US Film auch anders sein, allesamt Moslems. Hierbei schneidet der Film Themen wie Zwangsverpflichtung und Selbstmordattentäter an, ohne auf die Hintergründe näher einzugehen. Passend zum Film wird der Zuseher auch hier vor vollendete Tatsachen gestellt. Und natürlich retten die Amis wieder mal die Welt, wobei alle anderen nur unwichtige Marionetten darstellen.

Fazit:

Der Titel des Films klingt nicht sehr einladend, dennoch kann “8 Blickwinkel“ durch seine hohe Spannung, die kurze aber interessante Geschichte und der Action überzeugen.

4/5

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