Schöne Bescherung (Filmkritik)

Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit fährt Familie Griswold in den Wald um einen Baum fürs Fest zu besorgen. Dumm nur, dass sie keine Säge dabei haben. So graben sie die Tanne einfach aus. Kaum zuhause angekommen, müssen sie feststellen, dass der Baum viel zu groß fürs Wohnzimmer ist.

Clark möchte die ganze Familie an Weihnachten einladen. Elle ahnt Böses, denn bis jetzt artete jede Familienfeier im Chaos aus. Und außerdem ist nicht genügend Platz im Haus. Doch Clark setzt sich durch und die Großeltern quartieren sich bereits zwei Wochen vor Heiligabend bei den Griswolds ein, was natürlich zu täglichen Konflikten führt.

Und während sich die Großmütter im Haus nützlich machen, die Großväter entweder diskutieren oder vorm Fernseher schlafen, dekoriert Clark das Haus mit 25.000 importierten italienischen Glühbirnen. Und hier kommen auch schon die nächsten Probleme auf Clark zu: die Lampen funktionieren nicht.

Zu allem Überdruss steht auch noch sein Cousin Eddie samt Anhang, Wohnmobil und Hund vor der Tür. Eddie, der nun schon über sieben Jahre arbeitslos ist, musste sein Haus verkaufen. Seine Kinder haben den Glauben an Weihnachten verloren, als sie schon im Vorjahr keine Geschenke bekommen haben. Und so versucht Clark auch Eddies Kindern ein besinnliches Weihnachtsfest zu bieten …

Kritik:

Schon das geniale Zeichentrickintro bereitet auf einen vergnüglichen Filmabend vor. Dieser Teil der National Lampoon Reihe ist mit Abstand der Beste. Freudig werden amerikanische Weihnachtsbräuche auf die Schaufel genommen. So dekoriert Clark nach dem Motto „na man kanns auch übertreiben“ sein Haus mit tausenden Glühbirnen, die dann mehr Strom als die Ganze Stadt verbrauchen.

Es bereitet einfach Vergnügen, Clark bei seinen Missgeschicken zuzusehen. Die Pointen kommen gut dosiert rüber, so dass das Tempo nicht nachlässt. Fast Jede zündet dann auch noch nach mehrmaligem Ansehen. Besonders die Yupi-Nachbarn der Griswolds werden in Mitleidenschaft gezogen.

Die Charaktere passen gut zusammen und bringen mit ihren Gegensätzen etwas Schwung in die Sache. Seien es die rivalisierenden Großeltern, die verkalkte Tante, die nicht mal davor zurückschreckt eine Katze einzupacken, oder die Kinder die sich absolut nicht ausstehen können. Sie alle tragen zum Familienchaos bei. Cousin Eddie dreht dann die Stimmung etwas ins Dramatische, um dann gleich wieder zu neuen humorvollen Szenen überzuleiten.

Die Darsteller können dabei auf ganzer Linie überzeugen. Besonders Chevy Chase glänzt abermals als Clark Griswold und beweist sein komisches Talent. Ebenso trägt Randy Quaid zum Erfolg des Filmes bei. Ihm wurde Jahre später ein Sequel gewidmet.

Fazit:

Zweifellos zählt “Schöne Bescherung“ zu den besseren Weihnachtskomödien, nicht zuletzt durch die Darsteller und einige geniale Einfälle.

4/5

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