Santa Clause (Filmkritik)

Scott Calvin arbeitet in der Marketingabteilung einer großen Spielzeugfabrik. Privat ist er leider nicht so erfolgreich. Er hat es bis heute nicht verkraftet, dass seine Ex-Frau wieder geheiratet hat, noch dazu einen Psychiater. Der dann noch die Frechheit besitzt, Scotts Sohn, Charlie, einzureden, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.

Den Weihnachtsabend darf Charlie bei seinem Vater verbringen, der alles dran setzt, damit der Junge wieder an Weihnachten glaubt. Doch leichter gesagt als getan. Zunächst verbrennt ihm der Truthahn im Ofen, und dann glaubt Scott noch, einen Einbrecher am Dach zu haben, als ihn sein Sohn mitten in der Nacht aufweckt. Doch tatsächlich steht da einer auf dem Dach, der echte Weihnachtsmann. Als Scott ihn erschreckt, fällt er runter und wird laut Scotts Sohn „abgemurkst“.

Scott durchsucht den Toten nach einem Ausweis, findet aber nur eine Karte, die ihn auffordert, das Kostüm anzuziehen. Währenddessen klettert Charlie aufs Dach zu den Rentieren. Schließlich kann der Junge seinen Vater überreden, das Gewand anzuziehen, und weiter Geschenke zu verteilen. Zum Abschluss fliegen sie noch zum Nordpol, wo die Elfen Scott verdeutlichen, dass er mit dem Anlegen des Gewandes einen Vertrag eingegangen ist.

Wieder zuhause erzählt Charlie jedem von seinen Erlebnissen, bis sich seine Mutter Sorgen macht. Charlie scheint vom Weihnachtsmann besessen zu sein. Auch Scott verändert sich. Er legt an Gewicht zu, seine Haare werden weiß und der Bart wächst schneller als er ihn rasieren kann. Zu allem Überdruss streicht ihm seine Ex-Frau auch noch das Besuchsrecht. Das nächste Weihnachten rückt immer näher und Scott kann sich noch immer nicht damit abfinden, der Weihnachtsmann zu sein. Er braucht Charlie mehr denn je …

Kritik:

Der Weihnachtsmann arbeitet eine Nacht im Jahr. Aber was macht er all die anderen Tage, Wochen, Monate? In diesem Fall versucht er, abzunehmen und seinen Sohn nicht zu verlieren. Und das alles nur, weil er seinen Vorgänger erschreckt hat, so dass dieser vom Dach gefallen ist. Und hätte Scott das Kleingedruckte gelesen, würde er nicht in dem Schlamassel stecken. Doch seinen Sohn wollte er auch nicht enttäuschen.

Und so beginnt eine witzige Reise von Haus zu Haus. Scott, der in dem Moment versucht, alles logisch zu erklären, wird immer wieder überrascht. Seinem Sohn will er die Illusion vom Weihnachtsmann wieder geben, doch selbst glaubt er schon lange nicht mehr daran. Und nun will ihm am Nordpol ein Kind, das sich für einen Elf hält einreden, dass er von nun an der Weihnachtsmann ist.

Charlie ist natürlich sofort überzeugt, denn ein Kind sieht die Sache mit anderen Augen, und versucht nicht für alles einen logischen Grund zu finden. Er beharrt natürlich auf seiner Überzeugung, was zu weiteren Problemen führt, und so wird der Film im Mittelteil etwas dramatisch. Doch es wäre kein Disney Film, wenn sich nicht alles zum Guten wenden würde.

“Santa Clause“ ist nicht nur für Kinder interessant. Besonders Tim Allens Darbietung gefällt auch Erwachsenen, da er mit bissigen Kommentaren nicht spart, aber auch die Dramatik gut ausdrücken kann. Und beim Humor zündet fast jede Pointe. So vermag der Film die ganze Familie zu unterhalten. Für Kinder bietet er jedoch einen besonderen Anreiz, da auf die Weihnachtsmanngeschichte liebevoll, und mit einer Prise Humor, eingegangen wird.

Die Effekte sind zwar nicht auf dem neuesten Stand, dennoch können sie überzeugen. Größtenteils beschränken sie sich auf Scott und dessen Veränderrungen, sei es Haarwuchs, oder eine Schlankheitskur, während er den Kamin hinunter steigt. Aber auch die Rentiere wurden liebevoll gestaltet. Ebenso passt die Musik zu den gezeigten Szenen.

Die Darsteller können im Großen und Ganzen überzeugen. Tim Allen liefert eine One-Man-Show ab. Er spielt gewohnt routiniert, wie er es auch schon in früheren Filmen und Serien bewiesen hatte. Einzig das Kind nervt ein wenig. Aber naja, ist ja ein Kinderfilm.

Fazit:

Aufgrund Tim Allens Darstellung gehört “Santa Clause“ zu den besseren Weihnachtskomödien. Der Erfolg spricht für sich. Bisher gibt es zwei Fortsetzungen.

4/5

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