Hogfather (Filmkritik)

Jedes Jahr zu Silvester fliegt der Schneevater in der Scheibenwelt mit seinem vierspännigen Schweineschlitten von Haus zu Haus und verteilt Geschenke. Er, sowie alle anderen Sagengestalten sind den Revisoren ein Dorn im Auge. Und so beauftragen sie die Gilde der Assassinen mit der Beseitigung des Schneevaters. Die Gilde schickt ihren besten Mann, Kaffeetrinken, aus, um diesen Auftrag auszuführen.

Während dieser sich mit einer Schar Verbrechern auf macht, um in das Schloss der Zahnfee einzubrechen, merkt der Tod, dass etwas nicht stimmt in der Scheibenwelt. Die Zeit des Schneevaters scheint abzulaufen. Und so macht sich Gevater Tod auf, um dessen Job zu übernehmen. Er steigt mit seinem Helfer in den Schweineschlitten und verteilt Geschenke.

Ganz verwundert über Tods Verhalten ist auch seine Enkelin, Susanne, die als Gouvernante bei einer wohlhabenden Familie arbeitet, und ein normales Leben führen will. Etwas verwirrt, reist sie nachhause, um herauszufinden, was vor sich geht. Sollte der Schneevater bis zum Morgengrauen nicht mehr auftauchen, wird die Sonne nie wieder aufgehen. Und so macht sich Susanne auf den Weg, den Geschenkebringer zu retten…

Kritik:

Dass Terry Pratchets Roman “Schweinsgalopp“ aus der “Scheibenwelt“ Reihe “ seine Anregungen in “Tim Burton’s Nightmare before Christmas“ fand, ist offensichtlich. So schlüpft der Tod in die Rolle des Weihnachtsmannes, um Gutes zu tun. Wobei ihm sein neuer Job besser gefällt, als der Alte.

Wie auch in Burtons Werk tauchen hier allerlei skurrile Gestalten und Orte auf. So gibt es neben den bekannten Sagenwesen auch Magier, unsichtbare Universitäten, und der Tod hat eine Familie. Ebenso gibt es diese Gestalten auch in der Tierwelt, so bekommt man auch den Tod der Mäuse zu Gesicht.

Wichtigste Botschaft des Films ist der Glaube. In diesem Fall der Glaube an diverse Sagengestalten. Als dieser in Bezug auf den Schneevater abnimmt, gibt es Platz für neue Sagengestalten, wie den “Warzenkobold“ oder den betrunkenen “O Gott des Katzenjammers“. Nebenbei benutzt Pratchet auch einige Metaphern, wie zum Beispiel die Sonne, die hier für den Glauben der Menschen steht.

Das Ganze ist hervorragend in Szene gesetzt. Die Sets sind sehr detailliert und die Bilder vermitteln eine düstere Atmosphäre. So ist zum Beispiel das Reich des Todes schwarz/weiß, der Turm der Zahnfee komplett in weiß gehalten. Die Statt selber erinnert an das frühe 19. Jahrhundert. Die Computereffekte sind als solche zwar deutlich erkennbar, fügen sich aber hervorragend in die Bildkomposition ein.

Die beiden Teile des Filmes unterscheiden sich leicht voneinander. Im ersten Teil werden die Charaktere vorgestellt und der Humor steht im Vordergrund. Besonders der Tod ist auf seiner Reise von Kamin zu Kamin für einige Lacher gut. Hier wird auch das Tempo recht hoch gehalten. Beim zweiten Akt spitzt sich die Lage etwas zu und der Humor wird teilweise durch Spannung abgelöst. Somit gelingt es dem Film, den Zuseher zu packen und ihn mit den Charakteren mitfühlen zu lassen.

Die Charaktere selbst wurden sehr gut ausgearbeitet, so wirkt der Tod als Menschenfreund eher freundlich und nett, wobei der Assassine Furcht erregend daher kommt. Die Darsteller verleihen ihren Rollen dabei auch den nötigen Charme.

Fazit:

Nachdem der Weihnachtsfilm schon fast als tot erklärt wurde, gelingt es eben diesem dieses Genre wieder zu beleben.

4/5

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