Ein Hauch von Zen 2 – Regen in den Bergen

Inhalt:

Für alle, die glauben, Martial-Arts-Filme hätten nichts mit Kunst zu tun, seien von nun an eines Besseren belehrt: Ein Hauch von Zen 2 Regen in den Bergen ist definitiv große Film-Kunst! Regie-Legende King Hu (Ein Hauch von Zen, ComeDrink with me) kann man getrost als Hongkongs Antwort auf Akira Kurosawa (Die sieben Samurai, Yojimbo, der Leibwächter) bezeichnen. Seine Kung-Fu Filme haben so gar nichts von der sonstigen Dutzendware aus den unzähligen Kampffilm-Fabriken Asiens. Mit Werken wie Ein Hauch von Zen, der in Cannes als erster chinesischer Actionfilm überhaupt einen Preis gewann, schwang sich King Hu zu einem Vorreiter des gesamten Genres auf, ohne den Klassiker wie Tiger & Dragon von Ang Lee oder Zhang Yimous Hero nicht denkbar wären. Und auch in diesem Streifen zeigt der Meister-Regisseur die ganze Palette seines Könnens: Ihm gelang 1979 mit Regen in den Bergen eine wunderschön gefilmte Parabel, die durch ihre leise Ironie, technische Raffinesse und Zen-taugliche Botschaft besticht. Neben den wunderschönen Landschaftsaufnahmen das absolute Highlight: Der visuell extrem beeindruckende Schluß – nicht weniger als Kampf-Kunst in höchster Vollendung!

Und auch in die Handlung packt Regisseur so Einiges: Der Abt des „Drei Schätze“-Tempels ist alt und krank. Er will darum noch zu Lebzeiten einen Nachfolger ernennen. Aus dem ganzen Land reisen daher nun die Berater herbei, die erhoffen, einen Günstling als Nachfolger installieren zu können – denn alle haben es auf die Sutra-Schriftrolle von Tripikata abgesehen. Diese verspricht seinem Besitzer nämlich Allmacht. Zu denen, die sich die Rolle unbedingt unter den Nagel reißen wollen, zählt vor allem der Adelige Wa ( Sun Yueh). Dieser reist in Begleitung seiner Konkubine White Fox (Hsu Feng) an, bei der es sich in Wirklichkeit um eine Diebin handelt. Sein größter Konkurrent um die Gunst des alten Abtes ist General Wang (Tien Feng). Beide schenken sich nichts in dem Bemühen um den Abt und somit auf den Zugang zur magischen Schriftrolle. Beide staunen aber nicht schlecht, als der Abt noch einen weiteren Anwärter um seine Nachfolge ins Spiel bringt: Den ehemaligen Sträfling Chiu Ming (Tung Lam), der als Mönch um Aufnahme im Kloster bittet. Unterstützung erfährt dieser durch den reisenden Gelehrten Herrn Ho (Chun Shih), der für eine Zeremonie, in der Soldaten geehrt werden sollen, einen buddhistischen Text übersetzten muss. Schnell gerät dieser in den Strudel der Ereignisse, in dem sich die beiden weltlichen Widersacher in ihrer Gier um die Nachfolge des Abtes ihren Favoriten zu platzieren. Extrem skurril: Nach einem Trinkgelage verliert Ho sein Bewußtsein und als er zwei Tage später wieder erwacht, ist er mit der jungen Tochter einer Dame namens Wang verheiratet. Welches dunkle Geheimnis verbirgt sich bloß hinter all diesen Machenschaften und Tricksereien ? Ein weiter Weg bis zur Erkenntnis liegt vor ihm…kann er die Pläne der Bösen durchkreuzen und letztlich dem richtigen Kandidaten zum Posten des Abtes verhelfen?

Mit „Ein Hauch von Zen 2 – Regen in den Bergen“ schuf Regisseur King Hu wiederum einen echten Klassiker des Kung´-Fu-Films.In knapp zwei Stunden schafft er eine brillante Reflexion über die Denkweise des Buddhismus und die Nichtigkeit weltlicher Belange. Und das alles verpackt er im Mantel eines atmosphärisch dichten Fantasy-Grusel-Streifens voller Mystik und atemberaubender Bilder: Wahre Kunst- und ein echtes Filmjuwel. Kleiner Tipp: Auf keinen Fall verpassen…

Bild:

Das Bild ist sehr gut, bedenkt man das Alter des Films, das schon auf die 40 Jahre zugeht. Es gibt kein Rauschen, und nur sehr wenige Defekte. Dazu zählen selten auftretende Staubkörner, und kleine Bildhacker, die auf Filmrisse zurückzuführen sind. Die Schärfe ist sehr gut, und unterliegt nur wenigen Schwankungen im Detailbereich. Die Farben leuchten satt und kräftig, wirken dabei natürlich. Kontrast und Helligkeit sind gut aufeinander abgestimmt, es gehen keine Details im Dunkeln unter.

3,5/5

Ton:

  • Mono 1.0 Deutsch
  • Mono 1.0 Mandarin

Die beiden Tonspuren sind sehr unterschiedlich, wobei die Deutsche besser ist. Die Mandarinspur ist um einiges lauter, so dass der Ton, vor allem bei den Dialogen, hallt. Bei der deutschen Tonspur ist der Ton gut abgemischt worden. Die Dialoge sind gut verständlich, und werden nicht überlagert.

3/5

Extras:

  • Trailer

Als Bonus gibts ein paar Trailer aus dem WGF Programm.

0,5/5

Fazit:

WGF bringt diesen Film als deutsche Erstveröffentlichung auf DVD. Wer gern asiatische Filme schaut, kann hier bedenkenlos zugreifen. Die technische Umsetzung ist, für das Alter des Films, sehr gut.

3/5

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