Die Rückkehr der Reitenden Leichen (Filmkritik)

Nachdem die Tempelritter im Mittelalter eine Jungfrau zuviel geopfert hatten, werden sie von der Dorfbevölkerung aufgegriffen und zum Tode verurteilt. Am Scheiterhaufen schwört ihr Anführer Rache und verflucht das Dorf. Um dem Fluch vorzubeugen, brennt der Bürgermeister den Templern die Augen aus.

500 Jahre später veranstaltet man im Dorf Berzano ein Fest zu Ehren jenes Ereignisses. Dazu kommt der Feuerwerksexperte Jack, auf Anfrage des Bürgermeisters, in die Ortschaft. Dort trifft er auf seine Ex-Freundin Vivian, und sorgt somit für Eifersucht beim Bürgereister, der zurzeit mit Vivian liiert ist. Während sich Jack um das Feuerwerk kümmert, hänselt die Dorfjugend den Dorftrottel.

Als das Fest dann voll im Gange ist, steigen die Templer aus ihren Gräbern. Sie werden schon vom Dorftrottel erwartet, der sich mit den Rittern an seinen Mitmenschen rächen will. Er führt sie direkt ins Dorf. Zu spät erkennt der Bürgermeister die Gefahr. Hilferufe nützen nichts mehr, und so sind die Dorfbewohner auf sich alleine gestellt. Die Templer fordern ihre Rache ein, niemand ist sicher…

Kritik:

Ossorio erzählt in seiner Fortsetzung die Geschichte der Templer neu. So werden sie, um den Goregehalt zu steigern, geblendet und verbrannt. Auch bei der Rückkehr gibts eine Änderung zum Vorgänger. Durften sie dort noch nächtlich um Berzano reiten, müssen sie in Teil 2 nun 500 Jahre warten. Die letzte Jungfrau wird diesmal auch schonender geopfert, und die Ritter haben sich angewöhnt, Blut aus Schalen zu trinken.

Nach der kurzen Vorstellungsrunde der Hauptcharaktere kann auch schon die Feier beginnen, und die Templer dürfen aus ihren Gräbern raus. Diese Szenen, und viele andere, in deren die Reitenden Leichen zu sehen sind, wurden einfach aus dem Vorgänger übernommen, um beim Dreh Geld zu sparen. Betrachtet man den Film eigenständig, ohne den Vorgänger zu kennen, mag dies wohl nicht auffallen. Dennoch wirkt es für Kenner störend und unkreativ.

Der Schauplatz hat sich nun von der Ruine in das alte Dorf verlagert, und die Templer sind auch fast den ganzen Film über zu sehen. Daher büßt er viel von der Atmosphäre seines Vorgängers ein. Eine Steigerung gibts hingegen bei der Action, denn die Dorfbewohner setzen sich gegen die Untoten zur Wehr, wenn auch nur mit bedingtem Erfolg.

Die Masken der Templer wurden aus Teil 1 übernommen und sorgen weiterhin für den Charme, der die Reihe ausmacht. Die Effekte wirken teilweise trashig, da man deutlich Puppen erkennen kann. Nichtsdestotrotz gibts die ein oder andere blutige Szene, wobei man sich hier allerdings nicht zuviel versprechen sollte.

Auch bei den Charakteren war man nicht sehr kreativ, vom rücksichtslosen Bürgermeister, über die Schläger bis zum Dorftrottel sind alle vorhanden. Die Darsteller können mit ihrer mangelhaften Darstellung aus ihren klischeehaften Rollen leider auch nicht mehr raus holen.

Fazit:

Nach dem klassischen ersten Teil sackt die Fortsetzung leider in allen Punkten ab. Atmosphäre und Spannung sind auch nur noch bedingt vorhanden.

3/5

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