Filmserie: Critters

Die Critters fristen heutzutage ein Randdasein im Horrorgenre. Leider werden sie allzu oft mit den erfolgreicheren Gremlins verglichen, wobei sie mit diesen im Prinzip rein gar nichts gemein haben.

Das Team von World of Movies hat sich der Critters angenommen und präsentiert euch Filmkritiken und DVD Reviews.

Außerdem gibts auch noch einige interessante Hintergrundinfos.

Was ist ein Critter? – Definition 

Critters sind kleine, außerirdische Fressmaschinen, die aufgrund der Gefahr, die von ihnen ausgeht (neben ihren messerscharfen Zähnen verschießen sie auch giftige Stacheln), überall im Weltraum gejagt, getötet oder eingesperrt werden. Meist übernehmen Kopfgeldjäger diese Aufgabe. Nach einer organisierten Jagd auf diese Spezies sind sie beinahe ausgestorben.

Obwohl sie mit ihrer, auf Instinkt beruhenden, Verhaltensweise recht primitiv wirken, sind sie dennoch eine hoch entwickelte Rasse, die es vermag Raumschiffe zu fliegen und mit sämtlichen Technologien umzugehen. Daher sollte man sie nie unterschätzen.

Von einer Idee zur Quadrologie

1986 lieferte der damals noch recht unbekannte Regisseur Stephen Herek witzigen Mix aus Si-Fi und Horror, und legte somit den Grundstein für die Critters Reihe.
Die Produktion kostete rund 2 Millionen Dollar und spielte über 13 Millionen ein.
Scott Grimes wurde 1987 für den Saturn Award und für den Young Artist Award nominiert. Stephen Herek bekam eine Nominierung 1988 für den International Fantasy Film Award des Festivals Internacional de Cinema do Porto.

Vom Erfolg beflügelt gaben die Produzenten 1988 grünes Licht für eine Fortsetzung. Diese schloss direkt an die Handlung des Vorgängers an und überbot diesen in manchen Punkten sogar.
Das Budget wurde mit 4,5 Millionen mehr als verdoppelt. Leider konnte die Fortsetzung nicht auf dem Erfolgskurs des ersten Teiles bleiben, und spielte nur 3,8 Millionen Dollar ein.
Nominierungen gab es 1990 beim Saturn Award für das Beste Make Up und 1989 beim International Fantasy Film Award für den besten Film.
Gewonnen hat Critters 2 allerdings den Best Original Soundtrack Award für die Beste Filmmusik 1988.

Vom schlechten Einspielergebnis nicht abgeschreckt folgten 1991 die gleichzeitig gedrehten letzten beiden Teile der Reihe direkt auf Video.
Für Leonardo DiCaprio stellte der dritte Critters Film das Sprungbrett seiner Karriere dar.

Was geschah mit den Darstellern nach den Critters?

Billy Green Bush, der Farmer Brown aus Teil 1 erschien zuletzt 1993 in “Jason goes to Hell“ als Sheriff. Danach beendete er seine Karriere und kümmert sich nun um seine zwei Kinder.

Dee Wallace, spielte nachdem sie Mutter Brown verkörperte noch in einigen B-Movies und Fernsehserien mit. Demnächst wird sie in Rob Zombies “Halloween“ als Cynthia Strode zu sehen sein.

Don Keith Opper, der als Charlie die einzige Konstante in der Critters Reihe darstellt, konzentrierte sich danach noch auf diverse TV Serien.

Scott Grimes, der Held der ersten beiden Teile wirkte bis heute in einigen TV Filmen und Serien mit. Nebenbei spielt er in einer Band .

Leonardo DiCaprio ist neben Angela Bassett eigentlich der Einzige, der nach den “Critters“ in Hollywood groß raus kam.

Angela spielte nach den “Critters“ in einigen Spielfilmen (wie Strange Days, Vampire in Brooklyn) mit. 1994 wurde sie für “Tina – What’s Love got to do with it“ für den Oskar nominiert. Einige Kleinere Preise, wie z.B. den Saturn Award, hat sie 1996 für “Strange Days“ gewonnen.

Critters – Sie sind da

Irgendwo im Weltall: Bei einem Gefangenentransport zu einem Asteroiden kapern die inhaftierten Critters ein Raumschiff und fliehen. Die Gefängnisleitung ist sich der Gefahr bewusst. Sie schickt zwei Kopfgeldjäger, die die Critters entweder einfangen, oder töten sollen, aber diesmal ohne einen halbe Planeten zu zerstören.

Anderorts im Weltall, in einem kleinen Dorf in Kansas, wo die samstägliche Bowlingrunde den Höhepunkt der Woche darstellt: Es scheint ein ruhiger Sommertag zu werden. Familie Brown sitzt am Frühstückstisch. Die Tochter schwärmt gerade von ihrem neuen Freund, der Sohn vernachlässigt die Schule und Vater Jay macht sich Sorgen, wo sein Angestellter, der Dorfalkoholiker Charlie, wieder mal bleibt. Dieser glaubt nämlich außerirdische Funksprüche über seine Zähne empfangen zu können und betrinkt sich daher täglich.

Der Tag verläuft ruhig und Familie Brown begibt sich zum gemeinsamen Abendessen. Die Tochter hat ihren neuen Freund mitgebracht, mit dem sie anschließend in der Scheune verschwindet.
Vater und Sohn Brad beobachten ein seltsames Licht am Himmel, das auf ihrem Grundstück abstürzt. Als sie der Sache nachgehen, und eine tote Kuh finden, kehren sie zum Haus zurück, um die Polizei zu rufen. Doch die Leitungen sind tot. Auch der Strom fällt aus.

Die Critters sind da! Und sie wollen fressen. Die Situation für Familie Brown scheint aussichtslos zu sein. Draußen lauert die runde Gefahr, und das Haus selbst kann zur tödlichen Falle werden. Da bemerken sie, dass ihre Tochter sich noch in der Scheune mit ihrem Freund vergnügt.

An einem anderen Ort in Kansas landen derweil die beiden Kopfgeldjäger, die sich per Formwandlung an die Menschen angepasst haben. Sie hinterlassen auf der Suche nach den Critters eine Spur der Verwüstung. Aber die Zeit drängt, denn Familie Brown hat schon keine Munition mehr, und die Critters beginnen zu wachsen…

Kritik:

Da in den 80ern Filme über und mit Außerirdischen sehr beliebt waren, sprang auch Regisseur Stephen Herek mit seinem Erstling auf den fahrenden Zug auf und schickte 1986 seine Critters ins Rennen, um eine Kleinstadt zu terrorisieren. Da die Menschheit der kleinen Monster nicht Herr werden konnte, machten sich außerirdische Kopfgeldjäger auf, um die Viecher vom Erdboden zu tilgen.

Regisseur Herek baut auch einige Klischees in seinen Film ein. So spielt sich der Dorfpolizist vor lauter Langeweile stets mit dem Funkgerät. Die Erwachsenen erkennen den einen Kopfjäger, der sich in einen Rockstar verwandelt hat, aber wissen nicht wer er ist. Und der Dorftrottel darf natürlich auch nicht fehlen.

Aber auch die Familie Brown ist ein Paradebeispiel für amerikanische Kleinstädter. Der Vater betreibt eine kleine Landwirtschaft, Mutter ist Hausfrau. Das Töchterchen im heiratsfähigen Alter bringt einen Freund nach dem Anderen nachhause, und der Sohn interessiert sich derweil noch für Sprengstoff und ärgert am liebsten seine Schwester.
Doch als sich die Familie in Gefahr befindet, wachsen sie zusammen. Die Eltern sind verletzt, so liegt das Wohl der Vier in den Händen der Kinder. Der Sohn entwickelt sich vom Lausbuben zum Helden, sorgt sich sogar um seine Schwester.

Die Darsteller machen ihre Sache recht ordentlich. Sie agieren passend zu ihren Rollen, Keiner fällt dabei negativ auf. Hervorzuheben sei Scott Grimes als Brown jun. Er macht als Einziger eine richtige Entwicklung durch und wirkt dabei stets routiniert. Im Vergleich zu anderen Jungdarstellern in diversen Vertretern des Genres wirkt er relativ erwachsen.

Neben einigen witzigen Klischees versucht der Film eine dichte Atmosphäre zu schaffen. Der Großteil spielt in der Nacht, und es gibt ein paar nette Versuche, dennoch will die Spannung nicht so recht aufkommen. Auch die beiden Kopfjäger sorgen für witzige Momente.

Die CGI Effekte sind zeitgemäß, wirken aber heute schon ein paar mal überholt, was allerdings den Flair des Filmes ausmacht. Bei den wenigen blutigen Szenen wurde noch mit dem guten alten Latex gearbeitet. Die Critters sind neben ihren scharfen Zähnen auch mit giftigen Stacheln bewaffnet, die sie gut und gerne gegen ihre Opfer einsetzen. Als Gegenwehr verlassen sich die Menschen auf die gute alte Schrotflinte und selbst gebasteltes Dynamit.

Fazit:

“Critters“ gab den Auftakt zu weiteren drei Fortsetzungen, die auch heute ihren Charme nicht verloren haben. Leider fristet die Serie noch immer ein Randdasein, dennoch empfehle ich sie jedem Horrorfan der 80er.

4/5

Critters 2 – Sie kehren zurück

Zwei Jahre sind seit dem außerirdischen Überfall in Kansas vergangen. Der Vorfall hat die kleine Stadt gespalten. Einige glaubten Familie Brown die Geschichte mit den Critters, andere verurteilten sie der Lügnerei.
Daher zog auch die Familie in eine andere Stadt. Aber auch der Sheriff wurde wegen seiner Überzeugung, die Critters gesehen zu haben abgewählt. Er zog sich aus der Stadt zurück und lebt nun in seinem Wohnwagen am Stadtrand. Und Chalie, der Dorfalkoholiker, ist auch verschwunden. Aber den vermisst niemand, bis auf einen. Sein alter Freund Brad Brown.

Charlie wurde vor einiger Zeit von den außerirdischen Kopfgeldjägern, die sich selbst “Bounty Hunters“ nennen, mitgenommen und arbeitet jetzt mit ihnen zusammen. Als sie gerade einen ihrer Jobs erledigen, erhalten sie die Nachricht, dass es noch Critters auf der Erde gibt. Und so machen sie sich auf, um die Menschheit erneut zu retten.

Auf der Erde steht inzwischen das Osterfest an, und Brad besucht seine Großmutter. Die Dorfgemeinschaft weist den jungen Brown noch immer ab, nur die Reporterin des Provinzblattes interessiert sich für den Jungen.
Die Dorfgemeinschaft hat aber andere Sorgen zurzeit, denn sie veranstalten jedes Jahr ein lustiges Eiersuchen für die Kinder. Nicht ahnend, dass Großmutter Brown die Eier von der alten Brown Farm hat. Denn es dauert nicht lange, und die Critters schlüpfen. Und die wollen nur das Eine, Fressen …

Kritik:

Zwei Jahre nach dem Erfolg von “Critters“ schickte Mick Garris die bissigen Weltallknäuel erneut ins Rennen. Er versuchte mit der Handlung direkt an Teil 1 anzuschließen, wobei ein paar Logiklöcher entstanden. Andere Gegebenheiten wiederum hat er recht gut erklärt. Auch von Vorteil ist, dass er einige Darsteller aus dem Vorgänger wieder mitspielen ließ.

Auch die Stadt hat sich etwas verändert. Sie wirkt nun größer, hat sogar eine eigene Fast Food Produktion. Die Klischees aus dem ersten Teil sind hier leider nicht mehr gegeben. Außerdem hat der Film nichts mehr von dem Flair des Vorgängers übrig. Die Atmosphäre ist dennoch da, aber schlägt sie diesmal in eine andere Richtung aus. Hier spielt nur ein kleiner Teil des Filmes bei Nacht, und die deutsche Synchronfassung ruiniert die Stimmung dann komplett, denn die wurde gezwungen auf witzig ausgerichtet. So wurden auch den Critters Stimmen verliehen, die eigentlich nichts Intelligentes von sich geben. Gäbe es nicht ein paar Morde, könnte man meinen, einen Kinderfilm zu sehen.

Denn auch effektemäßig hat sich einiges getan. Die CGI Effekte sind zwar immer noch auf dem Level des Vorgängers, aber der Gorelevel hat sich enorm gesteigert. So bietet “Critters 2“ ein paar sehr gut gemachte Szenen, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Die Waffen der Kopfjäger kommen hier auch mehr zum Einsatz, denn es gibt viel mehr Viecher zum abschießen. Diese platzen dann immer recht schön. Die Stacheln der Critters sind leider nicht mehr allzu oft in Aktion. Diese bedienen sich lieber ihrer Zähne.

Die Darsteller können leider auch nicht so gut überzeugen. Sie machen ihren Job zwar ordentlich, dennoch wirken viele wie Laien. Scott Grimes versucht seinen Charakter wieder zum Helden zu machen, dies gelingt ihm aber nur bedingt, da er darstellerisch zu weinig überzeugen kann. Wirklich herausragend war keiner der Darsteller. Die Kopfjäger sorgen mit einigen Verwandlungen für etwas Witz, tragen dabei aber leider nichts zur Qualität bei.

Fazit:

“Critters 2“ versucht an Teil 1 anzuknüpfen, was ihm leider nur bedingt gelingt. Darunter leidet vor allem die Atmosphäre. Besser sind auf jeden Fall die Goreszenen. Dennoch kann ich den Film nur im Originalton empfehlen, da die Critterssprüche es fast schaffen, den Film zu ruinieren.

3/5

Critters 3 – Die Kuschelkiller kommen

Nachdem die Crittersinvasion in dem kleinen Städtchen in Kansas abgewehrt werden konnte, verblieb Charlie auf der Erde, um sicherzustellen, dass wirklich alle Critters tot sind. So durchforstet er die angrenzenden Gemeinden, und Wälder auf der ruhelosen Suche nach den Biestern.

Auf einer Landstraße in der Nähe ist gerade ein Vater mit seinen beiden Kindern unterwegs, um vom Urlaub nachhause zu fahren. Es war der erste gemeinsame Urlaub, nachdem die Mutter verstorben ist. Und schon sind sie wieder auf dem Weg in ihren tristen Alltag im abbruchreifen Wohnhaus, und tagelang ohne Vater, denn der arbeitet als Lokführer in Chicago.

Plötzlich platzt der Reifen ihres rostigen Wohnmobiles, und die kleine Familie muss einen unplanmäßigen Halt auf einem Parkplatz einlegen. Während der Vater den Schaden behebt, erkunden die beiden Kinder die Umgebung und treffen dabei auf einen Jungen namens Josh. Beim Spielen gehen die Kids in den nahen Wald um ihr Frisbee zu holen. Plötzlich springt ein recht verwirrter Mann aus einem Erdloch und erzählt ihnen etwas über Außerirdische; Charlie.

Nachdem der Reifen gewechselt ist, geht die Fahrt weiter, nicht wissend, dass ein Critter mit an Bord ist, und bereits Eier gelegt hat. Aber dieser bleibt nicht das einzige Problem. Der Vermieter möchte die Hausbewohner auf illegale Weise vertreiben, um sich die Umsiedlungskosten zu sparen. So tut der Hausbesorger alles, damit die Leute so schnell wie möglich freiwillig ausziehen. Weil dieser aber die Arbeit nicht gewissenhaft erledigt, kommt der Vermieter mit seinem Stiefsohn, Josh, selbst vorbei.

Sie kappen die Strom und Telefonleitung. Somit haben die Critters auch die Dunkelheit auf ihrer Seite. Aus dem Haus gibt es kein Entrinnen …

Kritik:

Nachdem die Reihe bereits nach Teil 2 hätte abgeschlossen sein sollen, und man sich einige Jahre später entschied sie fortzusetzen, musste man die Handlung auf eine andere Familie, sowie andere Stadt verlagern, um wieder etwas Schwung in die Sache zu bringen. Damit doch ein kleiner Übergang besteht, sieht man anfangs eine Rückblende mit sämtlichen Szenen aus Teil 2. Einzig die Figur des Charlie blieb erhalten, und so bekam auch dieser gegen Ende eine tragende Rolle.

Der Film fokussiert diesmal eine eher ärmliche Familie, die ihre Mutter verloren hat. Der Vater wird mit der Situation nicht fertig, er flüchtet sich in seine Arbeit, weit weg von zuhause. Auch wenn er mit seinen Kindern, Anni und Johnny, zusammen ist, weiß er sich nichts mit ihnen anzufangen. Und so bleiben die Kinder meist bei dem ältern Ehepaar, das über ihnen wohnt.
In den Ferien freunden sich die beiden Kids durch Zufall mit dem Sohn ihres Vermieters an, der das Haus schleifen will. Der Junge, Josh (Leonardo DiCaprio), kann den Plänen seines Stiefvaters gar nichts abgewinnen, muss aber mit ihm ins Haus mitkommen, und steht so, eher unfreiwillig, den Bewohnern im Kampf gegen die Critters zur Seite.

“Critters 3“ punktet vor allem bei der Atmosphäre, denn ein Stromausfall bei Nacht und ein Haus, das zur tödlichen Falle wird, bieten da einiges an Potential, das auch genutzt wird. So kommt teilweise sogar Spannung auf, die hier zum Glück nicht durch nervende Kommentare der Critters zunichte gemacht wird. Effekte gibt’s leider sehr wenige zu begutachten. Hier wurde leider nicht auf derselben Schiene wie mit Teil 2 gefahren. Es fließt zwar etwas Blut, aber auf härtere Einstellungen wurde getrost verzichtet.

Die Charaktere sind sehr abwechslungsreich und bedienen manche Klischees, was etwas Schwung in die Sache bringt. Auf den Kopfgeldjäger aus den Vorgängern wurde hier größtenteils verzichtet. Er bekommt nur gegen Ende einen kleinen Auftritt. Leider können die Darsteller in ihren Rollen nur bedingt überzeugen. Es gibt auch keinen richtigen Hauptdarsteller. Die paar die in Frage kämen, verdienen es sich durch ihre Leistung nicht wirklich. Es macht auch keiner eine Charakterentwicklung durch. Leonardo DiCaprio gab in “Critters 3“ sein Filmdebüt. Wenn man einen aktuellen Film mit ihm betrachtet, ist eine enorme Steigerung zu vermerken.

Leider sind dem Team auch einige Filmfehler unterlaufen, wie z.B. der Lift, der ohne Strom fährt, oder der Fernseher der läuft, obwohl es im ganzen Haus finster ist.

Fazit:

Somit schaffen die Critters den Übergang vom abgeschlossenen Zweiten Teil zum Dritten, ohne viele Erklärungen anzustellen.Leider gibt’s weniger Blut als im Vorgänger, aber als Entschädigung wurden keine Dialoge der Aliens aufgenommen.

2,5/5

Critters 4 … das große Fressen geht weiter

Charlie möchte gerade die letzten beiden Critterseier zerstören, als ihn sein Kopfgeldjägerkumpane erreicht, und ihm befiehlt, die Eier in den in Kürze landenden Raumgleiter zu lagern, weil Charlie sonst gegen das Artenschutzgesetz verstoßen würde, und die Critters mittlerweile zu einer bedrohten Art gehören. Widerwillig legt Charlie die Eier in die dazu vorgesehenen Behälter. Doch als er das Raumschiff verlassen will, schließt sich die Türe und die Insassen werden eingefroren.

Über 50 Jahre später treibt die Raumkapsel planlos durchs All. Sie wird von der bunt zusammengewürfelten Crew eines kleinen Frachters geborgen. Natürlich hegt der Kapitän den Hintergedanken, das Teil zu verkaufen. Es dauert nicht lange, da nimmt die zuständige Behörde mit der Crew Kontakt auf, und ordnet eine Übergabe der als Vermisst gegoltenen Kapsel bei einer Raumbasis an. Der Schiffsjunge, Ethan, ist davon gar nicht begeistert, denn mit dem Umweg verlängert sich die Reise, und er will unbedingt mal die Erde, und vor allem seinen Vater, sehen.

Bei der Raumstation angekommen, findet die Crew diese in desolaten Zustand vor. Der Energiekern ist in kritischem Zustand und die Besatzung hat die Station anscheinend fluchtartig verlassen. Außerdem scheint der Bordcomputer einen schwerwiegenden Systemfehler zu haben. Während die Crew auf die Abholung der Raumkapsel wartet, öffnet deren Kapitän diese unerlaubt in der Zwischenzeit, und befreit somit die Critters. Nun hat die Crew zwei Probleme: Die Raumstation wird bald aufgrund des desolaten Energiekernes explodieren, und die Critters…

Kritik:

Nachdem die Critters bereits drei Mal auf der Erde wüten durften, wurde die Handlung 50 Jahre in die Zukunft verlagert, wo die Menschheit technisch schon weit fortgeschritten ist, mit Raumschiffen das Weltall bereist, und unzählige Forschungsstationen im All verstreut hat. Der Übergang wird, da Teil 3 und 4 gleichzeitig gedreht wurden, gleich am Ende des dritten Kapitels der Critters Saga vorbereitet. Diese Änderung bringt auf der einen Seite den Bruch mit der Tradition mit sich, Andererseits aber eine Menge Potential.

Potential, das leider nicht ausgenutzt wird. Hier hätte man sich die klaustrophobische Enge zu Nutze machen, Schockmomente einfügen, und die Hoffnungslosigkeit der Situation verdeutlichen können. Aber nichts von den diversen Möglichkeiten wurde genutzt. Und so tümpelt der letzte Teil der Reihe genauso planlos umher, wie besagte Raumkapsel. Teilweise gibt es recht gute Ansätze, wie die genetische Forschung an außerirdischen Wesen, zur Kriegsführung, jedoch wurde auch hier nicht brauchbar weitergesponnen.

Unter der Einfallslosigkeit leiden auch die Morde und Effekte. Diese kommen nicht allzu oft vor, und gestalten sich zudem noch recht unspektakulär. Ebenso wirken die wenigen CGI Effekte recht billig, auch für damalige Verhältnisse. Atmosphäre kommt dabei auch nicht wirklich auf, noch dazu leidet der Film unter dem schleppenden Tempo. Die erste Stunde über passiert fast gar nichts, hier darf man nur der Crew bei ihren Konflikten und Alltag zusehen. Dabei wurde in der alten deutschen Fassung auch einiges an Handlung raus geschnitten.

Die Charaktere sind recht unterschiedlich gestaltet. Einige von ihnen dürfen sich sogar etwas entwickeln. Charlie ist nach wie vor etwas dümmlich, er zeigt dies auch des Öfteren. Bei der Darstellerriege kann eigentlich nur Angela Bassett überzeugen. Alle Anderen sind zwar bemüht, jedoch weit von Angelas Leistung entfernt.

Für einige Lacher sorgt der unmotiverte Bordcomputer der Raumstation, der nicht autorisiert ist, mit Abfall zu sprechen. Die Müllraumszene, die ausschlaggebend für diesen Umstand ist, kommt einem jedoch von einem weit besseren Vertreter des Si-Fi Genres bekannt vor.

Fazit:

“Critters 4“ ist somit der schwächste Teil der Reihe, der somit auch den Abschluss darstellt. Leider wurde dabei viel an Potential verspielt.

1,5/5

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