Critters – Sie sind da (Filmkritik)

Irgendwo im Weltall: Bei einem Gefangenentransport zu einem Asteroiden kapern die inhaftierten Critters ein Raumschiff und fliehen. Die Gefängnisleitung ist sich der Gefahr bewusst. Sie schickt zwei Kopfgeldjäger, die die Critters entweder einfangen, oder töten sollen, aber diesmal ohne einen halbe Planeten zu zerstören.

Anderorts im Weltall, in einem kleinen Dorf in Kansas, wo die samstägliche Bowlingrunde den Höhepunkt der Woche darstellt: Es scheint ein ruhiger Sommertag zu werden. Familie Brown sitzt am Frühstückstisch. Die Tochter schwärmt gerade von ihrem neuen Freund, der Sohn vernachlässigt die Schule und Vater Jay macht sich Sorgen, wo sein Angestellter, der Dorfalkoholiker Charlie, wieder mal bleibt. Dieser glaubt nämlich außerirdische Funksprüche über seine Zähne empfangen zu können und betrinkt sich daher täglich.

Der Tag verläuft ruhig und Familie Brown begibt sich zum gemeinsamen Abendessen. Die Tochter hat ihren neuen Freund mitgebracht, mit dem sie anschließend in der Scheune verschwindet.
Vater und Sohn Brad beobachten ein seltsames Licht am Himmel, das auf ihrem Grundstück abstürzt. Als sie der Sache nachgehen, und eine tote Kuh finden, kehren sie zum Haus zurück, um die Polizei zu rufen. Doch die Leitungen sind tot. Auch der Strom fällt aus.

Die Critters sind da! Und sie wollen fressen. Die Situation für Familie Brown scheint aussichtslos zu sein. Draußen lauert die runde Gefahr, und das Haus selbst kann zur tödlichen Falle werden. Da bemerken sie, dass ihre Tochter sich noch in der Scheune mit ihrem Freund vergnügt.

An einem anderen Ort in Kansas landen derweil die beiden Kopfgeldjäger, die sich per Formwandlung an die Menschen angepasst haben. Sie hinterlassen auf der Suche nach den Critters eine Spur der Verwüstung. Aber die Zeit drängt, denn Familie Brown hat schon keine Munition mehr, und die Critters beginnen zu wachsen…

Kritik:

Da in den 80ern Filme über und mit Außerirdischen sehr beliebt waren, sprang auch Regisseur Stephen Herek mit seinem Erstling auf den fahrenden Zug auf und schickte 1986 seine Critters ins Rennen, um eine Kleinstadt zu terrorisieren. Da die Menschheit der kleinen Monster nicht Herr werden konnte, machten sich außerirdische Kopfgeldjäger auf, um die Viecher vom Erdboden zu tilgen.

Regisseur Herek baut auch einige Klischees in seinen Film ein. So spielt sich der Dorfpolizist vor lauter Langeweile stets mit dem Funkgerät. Die Erwachsenen erkennen den einen Kopfjäger, der sich in einen Rockstar verwandelt hat, aber wissen nicht wer er ist. Und der Dorftrottel darf natürlich auch nicht fehlen.

Aber auch die Familie Brown ist ein Paradebeispiel für amerikanische Kleinstädter. Der Vater betreibt eine kleine Landwirtschaft, Mutter ist Hausfrau. Das Töchterchen im heiratsfähigen Alter bringt einen Freund nach dem Anderen nachhause, und der Sohn interessiert sich derweil noch für Sprengstoff und ärgert am liebsten seine Schwester.
Doch als sich die Familie in Gefahr befindet, wachsen sie zusammen. Die Eltern sind verletzt, so liegt das Wohl der Vier in den Händen der Kinder. Der Sohn entwickelt sich vom Lausbuben zum Helden, sorgt sich sogar um seine Schwester.

Die Darsteller machen ihre Sache recht ordentlich. Sie agieren passend zu ihren Rollen, Keiner fällt dabei negativ auf. Hervorzuheben sei Scott Grimes als Brown jun. Er macht als Einziger eine richtige Entwicklung durch und wirkt dabei stets routiniert. Im Vergleich zu anderen Jungdarstellern in diversen Vertretern des Genres wirkt er relativ erwachsen.

Neben einigen witzigen Klischees versucht der Film eine dichte Atmosphäre zu schaffen. Der Großteil spielt in der Nacht, und es gibt ein paar nette Versuche, dennoch will die Spannung nicht so recht aufkommen. Auch die beiden Kopfjäger sorgen für witzige Momente.

Die CGI Effekte sind zeitgemäß, wirken aber heute schon ein paar mal überholt, was allerdings den Flair des Filmes ausmacht. Bei den wenigen blutigen Szenen wurde noch mit dem guten alten Latex gearbeitet. Die Critters sind neben ihren scharfen Zähnen auch mit giftigen Stacheln bewaffnet, die sie gut und gerne gegen ihre Opfer einsetzen. Als Gegenwehr verlassen sich die Menschen auf die gute alte Schrotflinte und selbst gebasteltes Dynamit.

Fazit:

“Critters“ gab den Auftakt zu weiteren drei Fortsetzungen, die auch heute ihren Charme nicht verloren haben. Leider fristet die Serie noch immer ein Randdasein, dennoch empfehle ich sie jedem Horrorfan der 80er.

4/5

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s