Critters 4 … das große Fressen geht weiter (Filmkritik)

Charlie möchte gerade die letzten beiden Critterseier zerstören, als ihn sein Kopfgeldjägerkumpane erreicht, und ihm befiehlt, die Eier in den in Kürze landenden Raumgleiter zu lagern, weil Charlie sonst gegen das Artenschutzgesetz verstoßen würde, und die Critters mittlerweile zu einer bedrohten Art gehören. Widerwillig legt Charlie die Eier in die dazu vorgesehenen Behälter. Doch als er das Raumschiff verlassen will, schließt sich die Türe und die Insassen werden eingefroren.

Über 50 Jahre später treibt die Raumkapsel planlos durchs All. Sie wird von der bunt zusammengewürfelten Crew eines kleinen Frachters geborgen. Natürlich hegt der Kapitän den Hintergedanken, das Teil zu verkaufen. Es dauert nicht lange, da nimmt die zuständige Behörde mit der Crew Kontakt auf, und ordnet eine Übergabe der als Vermisst gegoltenen Kapsel bei einer Raumbasis an. Der Schiffsjunge, Ethan, ist davon gar nicht begeistert, denn mit dem Umweg verlängert sich die Reise, und er will unbedingt mal die Erde, und vor allem seinen Vater, sehen.

Bei der Raumstation angekommen, findet die Crew diese in desolaten Zustand vor. Der Energiekern ist in kritischem Zustand und die Besatzung hat die Station anscheinend fluchtartig verlassen. Außerdem scheint der Bordcomputer einen schwerwiegenden Systemfehler zu haben. Während die Crew auf die Abholung der Raumkapsel wartet, öffnet deren Kapitän diese unerlaubt in der Zwischenzeit, und befreit somit die Critters. Nun hat die Crew zwei Probleme: Die Raumstation wird bald aufgrund des desolaten Energiekernes explodieren, und die Critters…

Kritik:

Nachdem die Critters bereits drei Mal auf der Erde wüten durften, wurde die Handlung 50 Jahre in die Zukunft verlagert, wo die Menschheit technisch schon weit fortgeschritten ist, mit Raumschiffen das Weltall bereist, und unzählige Forschungsstationen im All verstreut hat. Der Übergang wird, da Teil 3 und 4 gleichzeitig gedreht wurden, gleich am Ende des dritten Kapitels der Critters Saga vorbereitet. Diese Änderung bringt auf der einen Seite den Bruch mit der Tradition mit sich, Andererseits aber eine Menge Potential.

Potential, das leider nicht ausgenutzt wird. Hier hätte man sich die klaustrophobische Enge zu Nutze machen, Schockmomente einfügen, und die Hoffnungslosigkeit der Situation verdeutlichen können. Aber nichts von den diversen Möglichkeiten wurde genutzt. Und so tümpelt der letzte Teil der Reihe genauso planlos umher, wie besagte Raumkapsel. Teilweise gibt es recht gute Ansätze, wie die genetische Forschung an außerirdischen Wesen, zur Kriegsführung, jedoch wurde auch hier nicht brauchbar weitergesponnen.

Unter der Einfallslosigkeit leiden auch die Morde und Effekte. Diese kommen nicht allzu oft vor, und gestalten sich zudem noch recht unspektakulär. Ebenso wirken die wenigen CGI Effekte recht billig, auch für damalige Verhältnisse. Atmosphäre kommt dabei auch nicht wirklich auf, noch dazu leidet der Film unter dem schleppenden Tempo. Die erste Stunde über passiert fast gar nichts, hier darf man nur der Crew bei ihren Konflikten und Alltag zusehen. Dabei wurde in der alten deutschen Fassung auch einiges an Handlung raus geschnitten.

Die Charaktere sind recht unterschiedlich gestaltet. Einige von ihnen dürfen sich sogar etwas entwickeln. Charlie ist nach wie vor etwas dümmlich, er zeigt dies auch des Öfteren. Bei der Darstellerriege kann eigentlich nur Angela Bassett überzeugen. Alle Anderen sind zwar bemüht, jedoch weit von Angelas Leistung entfernt.

Für einige Lacher sorgt der unmotiverte Bordcomputer der Raumstation, der nicht autorisiert ist, mit Abfall zu sprechen. Die Müllraumszene, die ausschlaggebend für diesen Umstand ist, kommt einem jedoch von einem weit besseren Vertreter des Si-Fi Genres bekannt vor.

Fazit:

“Critters 4“ ist somit der schwächste Teil der Reihe, der somit auch den Abschluss darstellt. Leider wurde dabei viel an Potential verspielt.

1,5/5

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