Bad Boy Bubby DVD Review

Inhalt:

Seit 35 Jahren hält Mom ihren Sohn Buddy in der heruntergekommenen Ein-Zimmer-Wohnung unter Verschluss. Sie teilt Bad und Bett mit ihm und ist der einzige Mensch, den er kennt. Tagsüber allein gelassen und kaum fähig zu sprechen, kennt er weder Radio noch Fernseher und weiß nichts über den Rest der Welt jenseits der Tür. Als sein Vater nach all den Jahren überraschend wieder auftaucht, und auch wieder in Moms Bett zurückkehrt, kommt es zum Eklat. Nun steht Bobby vor der größten Herausforderung seines Lebens: dem Schritt über die Schwelle der eigenen Haustür. Es ist an der Zeit, sich die Welt da draußen anzusehen…

Bild:

Der Film wird in 2 Fassungen präsentiert. Die Originalfassung wechselt nach ca. 20 Minuten das Bildformat von 1,33:1 auf 2,35:1. Die Kinofassung wird von Anfang an in 2,35:1 präsentiert. Das Bild wurde digital überarbeitet und ist bei beiden Fassungen gleich. Ein Rauschen ist nicht zu sehen, es gibt auch keine Bildfehler. Der Film ist größtenteils recht dunkel und düster. Hier kann der Kontrast punkten, indem kein Detail verloren geht. Die Farben wirken kräftig und natürlich. Die Schärfe ist auf hohem Niveau und unterliegt nur wenigen Schwankungen.

4,5/5

Ton:

  • Stereo 2.0 Deutsch
  • Stereo 2.0 Englisch
  • Dolby Digital 5.1 Englisch
  • Stereofassung für Kopfhörer Englisch

Der Originalton wird in 3 verschiedenen Fassungen präsentiert. Darunter befindet sich auch eine seltene Kopfhörerfassung. Die englische 5.1 Spur kommt gut abgemischt aus allen Lautsprechern. Der Großteil des Tons kommt allerdings von vorne. Die Rears geben leise Hintergrundgeräusche und Musik wieder. Die englische Stereospur ist der 5.1 Spur sehr ähnlich, natürlich kommt sie nur aus den Frontlautsprechern. Die deutsche Stereospur ist etwas wuchtiger und lauter als die englischen Varianten. Die Dialoge sind bei allen Tonspuren sehr gut verständlich, und werden nicht überlagert.

4/5

Extras:

  • Interviews
  • Q and A Interview
  • Kurzfilm
  • Audiokommentar
  • Bildergalerie
  • Trailer

Die Extras sind, einer 2-Disc-Edition würdig, recht umfangreich ausgefallen. Die beiden Interviews dauern gesamt 1,5 Stunden, wo Regisseur Rolf de Heer und Hauptdarsteller Nicholas Hope von der Entstehung des Films und der Rolle des Bubby erzählen. Beim halbstündigen Frage und Antwort Interview erfährt man auch Einiges über die Filmhintergründe. Der Kurzfilm über einen Serienmörder ist gut inszeniert und durchaus interessant. Eine selbstlaufende Bildergalerie, ein Audiokommentar und eine Trailershow runden die Extras ab.

3,5/5

Fazit:

“Bad Boy Bubby“ ist keine leichte Kost. Der Film ist sehr düster inszeniert und projiziert eine bedrückende Stimmung. Anfangs kommt die Szenerie ganz ohne Musik aus, und Bubby lebt in seiner kleinen Welt. Erst nach ca. 20 Minuten wird diese Welt größer, der Raum ist größer, und die Möbel stehen weiter auseinander. Hier ist besonders die Originalfassung interessant, denn da wechselt das Bildformat auf Breitbild. Draußen ist Bubby ein verlorenes Kind in einer fremden, riesigen Welt. Und doch tut man sich anfangs als Zuschauer, wie die Menschen, denen er im Film begegnet, schwer Sympathien aufzubauen. Doch dieser seltsame Mensch wird von der Gesellschaft nicht ausgestoßen, sondern findet laufend Anschluss. Und doch bedeutet ihm das nichts, er ist auf primitive Bedürfnisse fixiert. Gegen Ende kippt die Stimmung um, was dann noch die Krönung des Meisterwerkes ausmacht.

Der Film hat doch schon 15 Jahre auf dem Buckel, und somit hat sich auch die digitale Bearbeitung ausgezahlt, denn Bild und Ton sind hervorragend. Ebenso können die Extras überzeugen. Ein Making of wäre noch Interessant gewesen.

4/5

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