Verrückte Weihnachten (Filmkritik)

Familie Krank ist es gewohnt, Weihnachten mit Freunden zu verbringen. Dabei geben sie jährlich rund 6.100 Dollar aus. Da in diesem Jahr Töchterchen Blair mit dem Friedenschor nach Peru fliegt, beschließt Luther eine Kreuzfahrt zu machen, und dem ganzen Weihnachtswahnsinn einfach aus dem Weg zu gehen. Es wird kein Baum gekauft, keine Karten verschickt, nichts gespendet, und der traditionelle Schneemann bleibt im Keller, und wird nicht aufs Dach gestellt.

Doch leichter gesagt, als getan. War es schon schwierig genug Nora von dem Plan zu überzeugen, stellt die Nachbarschaft ein echtes Problem dar. Vic Frohmeyer stachelt die ganze Sippe auf, die fortan die Kranks belagern, und ihren Boykott brechen wollen. Doch Luther bleibt standhaft. Weihnachten rückt immer näher und Luther enttäuscht immer mehr Mitmenschen mit seiner Absage Weihnachten gegenüber.

Doch am Tag vor der Abreise meldet sich Blair. Sie kommt über Weihnachten nachhause. Mit ihrem Verlobten im Gepäck. Nun steht ihren Eltern das Wasser bis zum Hals. Das Haus muss dekoriert werden, der Schneemann soll aufs Dach. Nora muss eine Party organisieren und fürs Essen sorgen. Und es muss ein Christbaum her. Da sie aber alle ihre Freunde vergrämt haben, sieht die Sache hoffnungslos aus …

Kritik:

Die Idee, dem Weihnachtswahnsinn zu entkommen, hatte schon fast jeder. Tim Allen möchte dies mit Jamie Lee Curtis in dieser Komödie auch in die Tat umsetzten. Dabei kommt ein familientauglicher Weihnachtsfilm raus, der auch mit einigen witzigen Szenen aufwarten kann.

Besonderer Wert wurde auf die Gestaltung der Nachbarschaft gelegt. Die ganze Siedlung wurde im Studio nachgebaut. Die Häuser ähneln sich sehr, dennoch hat jedes seinen eigenen Flair und repräsentiert die darin lebenden Charaktere. Die Nachbarn der Kranks, angeführt von Dan Akroyd, als Vic Frohmeyer, sind sehr gut ausgearbeitet und spielen auch im weiteren Handlungsverlauf eine Rolle.

Und so ist es förmlich ein Skandal, als sich die Kranks entschließen, nicht dem Wahnsinn zu frönen. Mit etwas Sozialkritik werden die Häuser dekoriert. Da Luther sich raushalten will, wird er von den Nachbarn belagert, die nicht einsehen wollen, dass er sich dem Gruppenzwang nicht ergeben will.

Im Verlauf des Films verletzt er aber mit seinen Taten seine Mitmenschen, und merkt schließlich, dass er seine Nachbarn braucht, als sich die Tochter ankündigt. Hier wirds etwas sentimental. Der Humor wird etwas zurückgeschraubt, dennoch bleibt Zeit um die ein oder andere witzige Szene zu zeigen. Im Endeffekt mag dann auch der Weihnachtsfrieden einkehren, und Luther sieht ein, was er an seinen Mitmenschen hat.

Tim Allen und Jamie Lee Curtis interagieren perfekt, und sind die richtige Wahl für ihre Rollen. Jamie Lee beweist abermals, dass ihr auch Komödien liegen. Besonders in der ersten Filmhälfte sorgen die beiden mit ihren Aktionen immer wieder für ein paar Lacher. Als Running Gag dient Luthers Freundschaft zu Nachbars Katze. Jamies Charakter lässt dann doch ein bisschen Dramatik und Stimmung aufkommen.

Fazit:

Mit einigen guten Einfällen und liebenswerten Charakteren sticht diese familientaugliche Weihnachtskomödie aus der Masse hervor. Hier passt alles zusammen.

4,5/5

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