Filmserie: Gremlins

Joe Dante schuf in Kooperation mit Steven Spielberg einen witzigen und etwas gruseligen Weihnachtsfilm, der schnell Kultstatus erreichte. Ein paar Jahre später reichte er eine Fortstetzung nach. Derzeit werden wieder Gerüchte laut, ob ein dritter Teil oder ein Remake kommen sollen. Lassen wir uns überraschen.

Gremlins (Filmkritik)

Billys Vater, ein erfolgloser Erfinder, ist einige Tage vor Weihnachten geschäftlich in Chinatown unterwegs. In einem alten Geschäft will er seine neueste Erfindung an den Mann bringen. Doch anstatt Erfolg zu haben, findet er dort ein pelziges, kleines Tier, welches sich perfekt als Weihnachtsgeschenk für Billy eigenen würde. Der Ladenbesitzer will den Mogwai nicht verkaufen. Er weiß von den Gefahren, die von dem kleinen Kerl ausgehen. Und so bittet der Enkel des Chinesen Billys Vater draußen zu warten, um ihm anschließend den Mogwai zu bringen.

Der Junge weist ihn noch auf drei wichtige Regeln hin:

Setze ihn nicht dem Licht aus. Sonnenlicht tötet ihn.

Bring ihn nicht mit Wasser in Berührung, bade ihn nicht, und gib ihm kein Wasser zu trinken.

Und das Wichtigste: Füttere ihn niemals nach Mitternacht, auch wenn er noch so viel bettelt.

Und so bringt er seinem Sohn den Mogwai, und erklärt ihm die Regeln. Jedoch passiert es, und Gizmo kommt mit Wasser in Berührung. Just springen von seinem Rücken fünf kleine Fellknäuel und entpuppen sich ebenfalls als Mogwais. Billy bringt einen der Neuen zu seinem alten Biolehrer.

Die anderen Vier machen in der Zwischenzeit Gizmo und Hund Barney das Leben zur Hölle. Eines Nachts überlisten sie Billy und erbetteln eine Mahlzeit. Da es allerdings schon nach Mitternacht war, verpuppen sie sich noch in derselben Nacht. Nachts darauf schlüpfen sie als Gremlins und terrorisieren die ganze Stadt. Niemand kann sie aufhalten…

Kritik:

Als in den 80ern gerade die Monsterfilme modern waren, schuf Joe Dante mit seinen “Gremlins“ einen witzigen, aber auch sozialkritischen Kultfilm. Neben interessant gestalteten Viechern, vermag auch die Handlung zu interessieren.

Die Geschichte spielt sich in einer kleinen, verträumten Stadt, zur Weihnachtszeit ab. So brechen gerade zur stillsten Zeit im Jahr das Chaos und die Anarchie aus. Dante legte dabei viel Wert aufs Detail. So bietet der Film neben einem überzeugenden Set, gut gestalteter Monster, auch jede Menge interessanter Charaktere. Die wichtigen Rollen werden kurz vorgestellt, Entwicklung gibts allerdings keine, sie bleiben ihrer Linie treu. Auch die Nebendarsteller fügen sich perfekt ins Konzept ein, auch wenn sie nur einen Satz sagen dürfen, tragen sie zum weiteren Handlungsverlauf, oder zum Hintergrundwissen bei.

Besonders gelungen ist die Gestaltung von Gizmo und den anderen Gremlins. Die gute alte Handarbeit kann nach wie vor überzeugen. Jede Bewegung, auch Augen, Lider usw., der Gremlins wurde sehr gut in Szene gesetzt. Außerdem gibt es einige gut gemachte Effekte zu bewundern. Action kommt rein, als Gizmo mit dem Wasser in Berührung kommt, und die Anderen schlüpfen. All zu schnell nehmen sie menschliche Makel an.

Nach ihrer Verwandlung stürzen sie die ganze Stadt ins Chaos. Anfangs vorgestellte Nebencharaktere plagen sich mit den Gremlins rum. Das Tempo und die Spannung erhöhen sich. Auch der Humor kommt hierbei keinesfalls zu kurz. Die Gremlins unterhalten sich prächtig in der Bar oder dem Kino. Auf Morde wurde größtenteils verzichtet, was dem Film aber nicht schadet, so kann er sich mehr in Richtung Horrorkomödie entwickeln. Die Atmosphäre wird recht dicht gehalten, hier passt einfach alles zusammen.

Fazit:

Noch heute wissen die Gremlins mit einer interessanten Genremischung zu begeistern.

4,5/5

Gremlins 2 (Filmkritik)

Nach dem Tod des alten chinesischen Kaufmannes, muss sein kleiner Laden einem riesigen Einkaufs- und Bürogebäude weichen. Somit sitzt Gizmo auf der Straße und muss sich alleine durchschlagen, so ganz ohne Fernsehen. Aber auch Billy und seine Verlobte Kate hat es nach New York verschlagen. Sie arbeiten beide in dem neuen Konzerngebäude.

Das Arbeitsklima ist in dieser Firma recht angespannt und die Angestellten werden fast wie Sklaven behandelt. Neben dem Einkaufszentrum gibt es einen Fernsehsender und ein biochemisches Labor in dem Wolkenkratzer. Und genau dort findet Billy Gizmo wieder. Bevor ihn die Forscher sezieren können, befreit er seinen alten Freund und nimmt ihn in sein Büro mit.

Doch dann fangen die Probleme erst an. Nachdem Gizmo abermals nass wird, schlüpfen wieder eine Hand voll böser Artgenossen von seinem Rücken, und machen fortan das Hochhaus unsicher. Die Sonne geht schon bald unter, und die Gremlins freuen sich schon auf einen Besuch in New York. Nur Billy und Gizmo können sie jetzt noch aufhalten …

Kritik:

Nach dem Erfolg der Gremlins war es nur eine Frage der Zeit, bis eine Fortsetzung nachgeschoben wird. Joe Dante übernahm abermals die Regie, schafft es aber nicht, seinen Vorgänger zu toppen. Der Film driftet zu sehr in Richtung Komödie ab. Einige Warner Produktionen machen so nebenbei Bekanntschaft mit den Gremlins. Der Horror wird komplett zurückgeschraubt, und das Ganze wird kinderfreundlicher.

Um Abwechslung zu schaffen, wurde die Handlung nach New York verlegt. Jedoch beschränkt sich hier der Schauplatz auf das eine Hochhaus. Dennoch gibt es hier genug Raum, wo die Gremlins Unheil stiften können. Besonders das Forschungslabor mit seinen verschiedenen Elixieren hat es den Viechern angetan. Und so führt die Aktion zu teils witzigen Mutationen. Die Gremlins selbst wurden abermals hervorragend gestaltet.

Atmosphäre und Spannung sind auf ein Minimum reduziert, und der Film bleibt im Komödiengenre stecken. Neben den gezwungen witzigen Gremlins sorgen auch einige Charaktere für ein paar Lacher. Sie wurden recht interessant und glaubwürdig gestaltet. Und so überzeugen der frustrierte Horrormoderator, die ständig betrunkenen TV-Köchin und Christopher Lee als Forscher voll und ganz. Bei den Hauptdarstellern konnten zum Glück wieder die gleichen Schauspieler gewonnen werden.

Fazit:

Joe Dante ist leider seinem Konzept aus Teil 1 nicht treu geblieben, und somit scheitert der Versuch eine reine Komödie zu gestalten. Viele Lacher zünden einfach nicht. Dennoch hat der Film auch seine guten Momente.

3,5/5

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