Resident Evil: The Final Chapter (Filmkritik)

Alice rennt in Washington von irgendwelchen Viechern davon, als sie überraschend von der Red Queen kontaktiert wird. Diese erzählt ihr von einem Gegenmittel, dass den T-Virus vernichten kann. Sie hat allerdings nur 48 Stunden Zeit um nach Racoon City zu gehen, das Gegenmittel aus dem Hive zu holen und es freizusetzen.

Auf dem Weg dorthin trifft sie auf alte Feinde, eine Horde Zombies und ein paar Widerstandskämpfer, denen sie dann noch bei der Verteidigung ihrer Ruine helfen muss, bevor sie in den Hive gehen kann.

Kritik:

Oida Fux, wos isn des für a scheiß Füm?

Fangen wir mal beim halbwegs positivem an. Laut Titel soll dies der letzte Film der Reihe sein. Wobei ich das nicht so recht glauben mag. Das Kino war voll, und obwohl eigentlich niemand begeistert drein geschaut hat, hatten sie doch zuvor bezahlt. Noch a kleine Notiz am Rande, meine Kritik kann Spoiler erhalten. Wer sich nicht die Vorfreude verderben lassen will, sollte beim ersten Satz hängen bleiben und ihn sich auch zu Herzen nehmen, bevor er Geld dafür ausgibt.  

Die vorherigen 5 Teile der Reihe konnten auch nicht wirklich mit Handlung überzeugen, also ist hier auch nicht mehr zu erwarten. Das oben beschriebene war auch schon der ganze Film. Mehr gibts da nicht. Und dazu strotzt das Ganze noch an Logiklöchern. Zum Beispiel will der Oberbösewicht nicht, dass Alice in den Hive kommt. Doch anstatt gleich die Tür zuzusperren, wartet er mal bis sie drin ist und sperrt dann zu. Oder die Red Queen. 5 Teile lang die volle Bitch. Und jetzt auf einmal schaßfreundlich.  Oder die Widerstandskämpfer. Da schlagen sie eine schier unnötige Schlacht und verlieren wertvolle Zeit, anstatt gleich in den Hive zu gehen, wo noch keine Zombies in der Gegend rumkrebsen.

Abgesehen davon agieren alle Charaktere äußerst stümperhaft, unbeholfen und sind auch noch recht unsympathisch. Dramaturgie gibts net. So ist es dem Zuschauer auch scheißegal, ob von denen irgendwer abkratzt, denn sie werden weder vorgestellt, noch haben sie Zeit um Tiefe zu entwickeln. Man baut keine Bindung auf, fiebert einfach nicht mit. Nicht mal die Hauptdarstellerin, Milla Jovovich, kann überzeugen. Sie zeigt Emotionen wie a Saubär beim prunzn.

Halbwegs schauspielern kann noch Ian Glen als Dr. Isaacs. Seine Szenen sind mitunter noch das darstellerische Highlight des Films. Ja und was darf bei einem Actionfilm nicht fehlen? Der asiatische Kung-Fu Kämpfer. Joon-Gi Lee, der bisher nur in koreanischen TV-Serien mitgespielt hatte, muss sich dafür hergeben. Fesch is a, aber mehr als unkontrolliert rumhopsen tut er im Film dann auch nicht.

Technisch gesehen kann den Film auch nix mehr retten. Die Szenerie ist dunkel, oft zu  dunkel, und hektisch. Der Schnitt ist sehr schnell. Ständig blitzt irgendwo ein Licht auf. Da kriegt man schon nach kurzer Zeit Schädlweh. Der 3D Effekt is für die Fisch, und die Kunden dafür extra draufzahlen lassen is sowieso a Frechheit.

CGI wo man hinsieht. Angefangen von der Umgebung, den Viechern, der Zombiehorde bis hin zum eh fast nicht vorhandenen Blut. Nachdem die Kamera eh viel zu hektisch hin und her springt, kann man gar nicht sagen, ob sich die Effekte nahtlos einfügen. Die zerstörten Städte schaun schon recht gut aus. Aber das alleine hilft dem Film auch nicht.

Was bleibt da noch großartig zu sagen? Absolute Zeitverschwendung, und wahrscheinlich leider auch nicht der letzte Erguss der Reihe. Spart euch das Geld, spielt lieber die Computerspiele, habt ihr mehr davon.

0/5

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