Doctor Strange (Filmkritik)

Dr. Stephen Strange ist ein brillanter Hirn- und Nervenchirurge, hat er doch seine beiden Studienrichtungen in kürzester Zeit geschafft. Er hat alles erreicht, ist am Zenit angekommen. Doch auf sozialer Ebene ist er ein recht ein Ungustl, ein arrogantes Arschloch um genauer zu sein.

Ein Autounfall schmeißt ihn dann aus dem Leben. Seine Hände werden dabei schwer geschädigt und auch zig Operationen können ihm nicht helfen. Arbeitsunfähig und am Ende seiner finanziellen Möglichkeiten folgt er einem Tipp eines ehemals querschnittgelähmten Mannes nach Nepal.

Dort trifft er auf einen Zauberer Orden, dessen Älteste großes Potential in dem frustrierten Doktor sieht und ihn ausbildet. Strange sieht das Ganze zuerst als Selbstzweck um seine Hände zu heilen, doch dann tritt ein böser Zauberer auf den Plan und unser Doktor muss über seinen Schatten springen und die Welt retten…

Kritik:

So, munter weiter gehts mit den Marvel Comicverfilmungen. Diesmal wird zur Abwechslung mal ein neuer Held vorgestellt, zumindest im aktuellen Franchise. Es gab schon mal 1978 einen Realfilm und 2007 einen Zeichentrickfilm. Die Comicvorlage kenn ich leider nicht, also kann ich nur den Film selbst, ohne Bezug auf die gezeichnete Vorlage bewerten.

Und der macht auch richtig Spaß. Allem voran überzeugt Benedict Cumberbatch als sarkastischer Egomane. Mit diversen Seitenhieben hat er einige Lacher auf seiner Seite. Und seine Startschwierigkeiten beim Beherrschen der Magie gestaltet sich auch recht witzig. Natürlich gelingt ihm auch der Wandel, bzw die Weiterentwicklung seines Charakters, wobei er die Arroganz nicht ganz bleiben lässt, welche allerdings den Doktor ausmacht.

Auch die Nebenrollen sind mit dem charismatischen Chiwetel Ejiofor als guter Krieger Mordo und Benedict Wong als Bibliothekar gut besetzt. Letzterem kommt gegen Ende sogar ein Lacher aus, nachdem Strange die ganze Zeit über bemüht war ihn zum Lachen zu bringen.

Humor und Tempo passen sich gut dem Marveluniversum an und so fügt sich Dr. Strange auch gut in die Riege ein. Auch wenn die Handlung jetzt nicht wirklich innovativ und umfangreich ist, reicht es als Einführung einer Charaktere durchaus aus. Es ist dann natürlich auch nahe liegend, dass der Doktor bei den Avengers mitmischen darf. Wird auf jeden Fall interessant ob und wie er mit den anderen Helden klar kommt. Aber soweit greif ich jetzt nicht vor. Den Abspann sollte man natürlich wieder nicht verpassen.

Visuell macht der Film so Einiges her. Dabei werden ganze Städte gebogen und gedreht. Hierbei könnte sich die 3D Kinofassung doch ein bisschen auszahlen. Aber auch im klassischen 2D kommt die Optik gut rüber. Ein weiteres Highlight sind die Zaubereien und Magiekämpfe. Action und Tempo werden dabei recht hoch gehalten. Die musikalische Untermalung passt gut zum Film, bleibt aber nicht weiter im Gedächtnis.

Alles in allem ist Doctor Strange ein gelungener Beitrag aus dem Marvel Universum und erweitert dieses für die kommenden Filme um einen interessanten und sarkastisch witzigen Charakter.

3,5/5

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