Fantastic Four (Filmkritik)

Schon in der Schulzeit hat der junge Reed Richards die fixe Idee, einen Materietransporter zu bauen. Das Garagenprojekt gelingt mit Hilfe seines Freundes Ben und weckt die Neugier von Professor Franklin Storm. Dieser bietet Reed ein Stipendium an und will die Forschung, die rein zufällig schon ein anderer begonnen hat, vorantreiben. Diesen jenigen welchen, Victor von Doom (bezeichnend), überredet der Professor dann auch noch mit ins Team zu kommen. Gemeinsam mit seinen beiden Kindern wird das Projekt dann auch noch vollendet und eine Regierungsdelegation findet sich für den ersten Test mit einem Affen ein.

Test erfolgreich und schon will die Regierung das Projekt für sich, was natürlich den jungen Forschern widerstrebt und so aktivieren sie bei einer nächtlichen Rauschaktion die Maschine und landen in der anderen Dimension. Doch dann kommt es zum Unglück. Victor schafft es nicht mehr zum Transporter und die anderen drei, bzw auch Sue, die zuhause die Maschine bedient, werden durch die fremde Energie schwer verletzt. Dabei bekommen sie ihre speziellen Fähigkeiten, welche sich die Regierung nutzbar machen will….

Kritik:

Und da ist er auch schon, ein weiterer Aufguss der Fantastic Four. Aber fantastisch daran ist lediglich die völlige Inkompetenz des Regisseurs und des Drehbuchautors. Ich möchte euch gleich mal vorweg warnen, die folgenden Zeilen könnten Spoiler enthalten.

Zum ersten ist es ja schön wenn Charaktere vorgestellt werden, was hier auch sehr, wirklich sehr lange dauert. Doch wird dabei lediglich an der Oberfläche gekratzt und die Darsteller schaffen es nicht, dass man ihnen Sympathien abringt. Die Dialoge sind stümperhaft, sie schaffen es auch nicht, Emotionen zu zeigen. Die sind komplett verwandelt worden, und scheißen sich nicht drum. Und wenn mal eine diesbezügliche Schlüsselszene kommt, wird die in 3 Sekunden abgehandelt. Charaktertiefe null.

Durch das oftmals geänderte Drehbuch strotzt der Film auch noch von Logiklöchern. Sag ma halt mal es waren die vielen Änderungen, denn so blöd kann ja kein Autor sein. Die sind endlich mit der Maschine fertig, und gleich schickens an Affen rüber, ohne vorher Testreihen mit diversen Materialien oder Robotern zu machen. Wir haben am Mars ja auch ein paar selbstfahrende Roboter geschickt und keine Affen. Dann lassen die sich einfach so vom Militär für Kampfeinsätze missbrauchen, ohne nachzudenken. Abgesehen davon ist dies ja ein komplett steiniger, unwirtlicher, ja lebensgefährlicher Planet. Als fahren die mal mit Raumanzügen hin. Und da fragt man sich dann die ganze Zeit, wo zur Hölle Victor diese Stoffe her hat um sich ein Cape zu nähen….

Ja wenn der dann endlich wieder auftaucht, wirds kurzfristig bissl cool. Der Drehbuchautor hat bei der Passage anscheinend grad den Film „Scanners“ geschaut und so darf der gute Victor ein paar Köpfe platzen lassen. Das wars dann auch schon, und die nächsten Logiklöcher sind schon da. Die transportieren ihn zur Erde zurück, von einem unwirtlichen, versuchten, hochgiftigen Planeten, wollen ihn in die Quarantäne bringen und dann tragen nur die hälfte der Leute Schutzanzüge. na 1 Meter weiter hinten erwischt sie das gefährliche Gas oder was auch immer bestimmt nicht…

Und dann geht auch endlich etwas Action los. Die CGI Effekte sind gelungen, Budget war anscheinend genug vorhanden. Das Tempo wird auch endlich erhöht, die Vier erkennen, dass sie zusammenarbeiten müssen, setzen mehr oder weniger ihre Spezialkräfte ein und besiegen kurzerhand den Bösewicht, relativ unspektakulär, relativ schnell, ohne Dramatik, einfach so.

Und wieder auf der Erde werden sie nicht als Helden gefeiert, hat ja keiner mitbekommen, außer der Regierung. Tür bzw Tor zum zweiten Teil wird weit aufgerissen, aber ob der auch wirklich realisiert wird, ist fraglich. Schlechter kann er kaum werden.

0/5

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